Ein dunkler Gully, hilflose Entenküken, Polizei und Berliner Wasserbetriebe: Das sind die Zutaten für eine rührende Rettungsaktion in Berlin-Mariendorf. Dort waren am Sonntagnachmittag mehrere Entenküken in einen Straßengully gefallen. Anwohner aus der Bosporusstraße und Goldenes Horn alarmierten die Retter, da sie die Jungtiere nicht selbst aus ihrer Lage befreien konnten.
Das aufgebrachte Muttertier hatte allein neben dem Gully in der Straße ausgeharrt. Schnell war klar, ihr Nachwuchs muss durch die Löcher im Deckel gefallen sein. Mithilfe der Technik der Wasserbetriebe bestätigte sich dieser Verdacht. Eine Kamera kam zum Einsatz, um die insgesamt neun Küken zu orten. Das berichtet die Polizei in einem Instagram-Post vom Montag. Zu sehen ist auch, dass die Wasserbetriebe mit einem großen Truck des Entstörungsdienstes vor Ort waren.
Berlin-Mariendorf: Neun Küken in Sicherheit gebracht
Nachdem sie gesichtet worden waren, konnten die Tiere aus dem Abwasserkanal unter der Straße befreit werden. Das Muttertier wachte die gesamte Rettungsaktion über neben dem Gully. Gemeinsam kamen die Küken dann zunächst in einen roten Eimer, in dem eine Polizeibeamtin die neun Jungtiere an einen sicheren Ort transportieren konnte. „ENTE gut, alles gut“, schreibt die Berliner Polizei in ihrem Post.
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Zu solchen Missgeschicken kommt es immer mal wieder im Frühjahr, wenn der Entennachwuchs schlüpft und das Muttertier die Jungen zum Wasser führt. Erst im April musste die Polizei Entenküken aus einem Brunnen am Alexanderplatz retten. Nicht selten müssen sie dabei Straßen überqueren, auf denen Gefahren lauern. Neben Gullylöchern, durch die die kleinen Enten einfach hindurchfallen, werden manche von Autos überfahren.




