Berlin ergreift Maßnahmen zum Katastrophenschutz. Hierbei steigt vor allem die Zahl der sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürme – auch wenn der Ausbau noch weit hinter dem Soll liegt. Drei Monate nach dem Anschlag auf das Stromnetz zieht die Senatsverwaltung für Inneres und Sport eine erste Bilanz. Das geht nun aus der Antwort auf die schriftliche Anfrage der AfD hervor, die dieser Redaktion vorliegt.

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Leuchtturm-Standorte in Berlin: Zahl wächst auf 21 im Stadtgebiet

Katastrophenschutz-Leuchttürme (auch „KatS-L“ genannt) sind feste Anlaufstellen für die Bürgerinnen und Bürger in Krisensituationen, wie etwa einem längeren Stromausfall. Sie dienen als zentrale Informations- und Hilfepunkte, um Notrufe abzusetzen, Hilfe zu koordinieren oder auch um grundlegende Bedürfnisse zu decken. Bereits vor dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten war es das Ziel der Stadt, insgesamt 45 KatS-L zu haben. Wie aus dem Schreiben der Senatsverwaltung hervorgeht, seien am 3. Januar 2026 (also zu Beginn des Blackouts) 14 Standorte betriebsbereit gewesen, verteilt auf die Bezirke Lichtenberg, Mitte, Reinickendorf und Treptow‑Köpenick.

In Lichtenberg zählten dazu das Rathaus in der Möllendorffstraße, zwei Bürodienstgebäude sowie ein mobiler Standort. In Mitte waren die Rathäuser in Wedding, Tiergarten und Mitte gemeldet, ergänzt um einen mobilen Punkt. Reinickendorf meldete unter anderem Fontanehaus, Humboldt‑Bibliothek, Rathaus Reinickendorf, den Verwaltungscampus Teichstraße und die Carl‑Bosch‑Schule. Treptow‑Köpenick steuerte ein Bürodienstgebäude in Adlershof bei.

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Seitdem sei die Zahl der betriebsbereiten Leuchttürme gewachsen. Sieben weitere Standorte kamen der Senatverwaltung zufolge hinzu, sodass insgesamt 21 in Betrieb seien. Neu dabei sind zwei Standorte in Charlottenburg‑Wilmersdorf – darunter das Rathaus Charlottenburg an der Otto‑Suhr‑Allee – sowie fünf Standorte in Spandau, unter anderem am Rathaus/Bürgeramt, an mehreren Schulen und in Gatow. Eine laufend aktualisierte Übersicht wolle man online bereitstellen.

Diese Berliner Bezirke sind weiter ohne betriebsbereite Leuchttürme

Doch noch immer gibt es Bezirke ohne einen einzigen betriebsbereiten Leuchtturm. Aktuell (Stand: 3. April 2026) nennt die Senatsverwaltung hier Friedrichshain‑Kreuzberg, Marzahn‑Hellersdorf, Neukölln, Pankow, Steglitz‑Zehlendorf sowie Tempelhof‑Schöneberg. Die Gründe sind unterschiedlich und oft kombiniert: An einigen Orten fehlen noch bauliche Anpassungen für den sicheren Betrieb der mobilen Netzersatzanlagen. Teilweise sei die technische Ausstattung inklusive Notstromversorgung noch nicht vollständig, heißt es. Zudem seien Personaleinsatzkonzepte in einzelnen Bezirken noch nicht abgeschlossen.

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Für den weiteren Ausbau setzt der Senat ein klares Ziel: In jedem Bezirk ohne Leuchtturm soll noch 2026 mindestens ein Standort in Betrieb gehen. An den Zuständigkeiten soll es nicht scheitern. Die Bezirke sind für Betrieb und Umsetzung verantwortlich, die Senatsverwaltung koordiniert und begleitet den Prozess, erarbeitet mit den Bezirken organisatorische Konzepte und stimmt sich regelmäßig ab, um offene Fragen zu klären und den Katastrophenschutz weiterzuentwickeln