Finanzsenator Stefan Evers (CDU) hat mit einem augenzwinkernden Kommentar auf die jüngsten Aussagen des Intendanten des Berliner Ensembles, Oliver Reese, reagiert. Dieser hatte Evers angesichts seiner doppelten Rolle zwischen Sparpolitik und Kulturförderung als eine Art „Faust und Mephisto in einer Person“ bezeichnet. Evers griff die literarische Anspielung auf und konterte selbst mit einem Verweis auf die Klassik: „Faust und Mephisto in einer Person? Ich halte es doch eher mit Schiller: Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt.“

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Besonders die Verbindung beider Ressorts in einer Person sorgt in der Kulturszene für Diskussionen. „Evers muss jetzt zeigen, dass er Perspektiven wechseln kann – und sich als neuer Kultursenator gegenüber dem starken Finanzsenator zu behaupten weiß”, erklärte Reese.
Auch interessant
Evers steht als Finanzsenator für eine strikte Haushaltslinie, während die Kulturbranche angesichts knapper Mittel zunehmend um Förderungen und Perspektiven ringt. Reese warnte: „Das darf nicht schiefgehen!“
„Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt“ ist ein berühmtes Zitat aus Friedrich Schillers Drama „Wilhelm Tell“ (1. Akt, 1. Szene, V. 139). Tell äußert dies, als er trotz Gefahr bereit ist, den flüchtenden Baumgarten über den tosenden Vierwaldstättersee zu retten, und dabei sein eigenes Leben aufs Spiel setzt, um den Bedrängten zu helfen
Mit dpa






