Einmal hinter die Kulissen einer 127 Jahre alten Tageszeitung blicken? Für 30 Leserinnen und Leser der Berliner Morgenpost wurde das im Vorfeld des Tages des Lokaljournalismus Realität. Beim Treffen in der Redaktion standen neben einer Redaktionsführung und Einblicken in die Arbeitsweise in Zeiten der digitalen Transformation auch ein Speed-Dating mit leitenden Redakteuren auf dem Programm.
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„Es hat mich sehr gefreut, alle waren so freundlich und aufgeschlossen“, sagte etwa Leserin Sibylle Stottmeier nach dem Besuch in der Morgenpost-Redaktion. Beim Speed-Dating erhielt sie wie die anderen Besucher auch die Gelegenheit zu direkten Gesprächen mit Chefredakteur Peter Schink, den Leitenden Redakteurinnen Heike Dietrich und Uta Keseling, Chefreporter Joachim Fahrun und Teamleiter Bezirksreporter Sebastian Struwe.
Tag des Lokaljournalismus: Leserinnen und Leser im direkten Dialog
Die Leserinnen und Leser teilten sich jeweils einem Morgenpost-Mitarbeiter zu und traten in den individuellen Dialog. Nach vier Minuten läutete ein Glöckchen und die Gäste rotierten eine „Position“ weiter zum nächsten Gesprächspartner. Dabei kamen alle möglichen Fragen auf den Tisch: Werden Ihre Artikel mit Künstlicher Intelligenz geschrieben? Warum habe ich keine Antwort auf meinen Leserbrief erhalten? Und warum stehen eigentlich die Sportergebnisse von Abendspielen nicht mehr in der gedruckten Zeitung?
Über die Antworten haben die Leserinnen und Leser tiefe Einblicke in die Arbeit einer Zeitungsredaktion im Jahr 2026 erhalten. Chefredakteur Schink: „Jeder sollte eine Antwort auf seine Leserbriefe erhalten. Wir lesen alles.“ Gerade wenn ein Brief per Post eintreffe, könne er in der täglichen Flut von Nachrichten, Terminen und Neuigkeiten aber leider manchmal untergehen.
Zum Einsatz von KI erklärte Schink dem fragenden Leser: „Wir machen uns viele Gedanken darüber, wie KI uns unterstützen kann, in der Recherche zum Beispiel. Aber die Texte schreiben wir natürlich selber.“ Und die Sportergebnisse in der gedruckten Zeitung? „Das ist ein Schmerz, den wir natürlich mit Ihnen teilen“, sagte die Leitende Redakteurin Dietrich dem Fragesteller. „Aber in Zeiten der digitalen Transformation mussten wir auf einen früheren Redaktionsschluss der gedruckten Zeitung wechseln, um ihre Zukunft zu sichern.“
Bildergalerie Leserbesuch Berliner Morgenpost
Nicht nur die Leserinnen und Leser stellten allerdings Fragen, auch die Morgenpost-Redakteure waren neugierig. Was fehlt Ihnen noch in unserer Lokalberichterstattung? Gehen Ihnen unsere Inhalte tief genug in die Themen hinein? Und wie fanden Sie die Formatumstellung der gedruckten Zeitung?
Besondere Fotoaktion zum Abschluss
„Der direkte Austausch mit unseren Leserinnen und Lesern ist jedes Mal total bereichernd“, sagte Chefredakteur Peter Schink nach Abschluss des Speed-Datings. „Wir wollen mit unserer Berichterstattung nah an den Menschen sein. Dementsprechend ist das persönliche Gespräch mit den Menschen unser höchstes Gut. So erfahren wir ganz ungefiltert, was sie im Alltag bewegt.“
Parallel zum individuellen Dialog informierte Gilbert Schomaker, stellvertretender Chefredakteur der Berliner Morgenpost, die übrigen Besucherinnen und Besucher über die Herausforderungen der digitalen Transformation. Anschließend gab es noch eine Führung durch die Redaktionsräumlichkeiten mitsamt Einblick in das moderne Videostudio.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
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Den perfekten Abschluss mit Erinnerungsmaterial bildete schließlich eine Fotoaktion mit Cheffotograf Reto Klar. Dort hatten die Leserinnen und Leser Gelegenheit, selbst einmal auf der Titelseite der Berliner Morgenpost abgelichtet zu werden. Und wer kann das schon von sich behaupten?














