An warmen Tagen schneller zur Abkühlung ins kalte Nass: In den Berliner Freibädern gibt es künftig Expresseingänge. Besucherinnen und Besucher sollen mit vorab gekauften Tickets an Tagen mit hohem Aufkommen dadurch schneller in die Bäder kommen können. Ziel dieser „Fast Lanes“ sei eine Entzerrung an den Eingängen, wie Bäder-Vorstandsmitglied Johannes Kleinsorg bei einer Pressekonferenz vor dem Start der Freibadsaison sagte. 

Berliner Bäder-Betriebe vor der Saisoneröffnung
Ein neuer pinkfarbener Expresseingang ist vor dem Sommerbad Kreuzberg vor der Saisoneröffnung der Freibäder bei einem Pressetermin der Berliner Bäder-Betriebe zu sehen.© Jens Kalaene/dpa | Jens Kalaene

Die neuen Expresseingänge sind in der Farbe Pink gekennzeichnet. Wo es möglich ist, wird demnach auf dem Boden vor dem jeweiligen Bad ein Leitsystem mit Kreide auf die Expresseingänge hinweisen. In Betrieb sind diese den Angaben nach an heißen Tagen, wenn mit einem hohen Besucherandrang gerechnet wird.

Auch interessant

Freibadsaison in Berlin beginnt: Was kostet der Eintritt? 

Am Freitag (1. Mai) beginnt die Freibadsaison im Sommerbad Kreuzberg, im Kombibad Seestraße und im Strandbad Wannsee. Am 9. Mai folgt das Sommerbad im Kombibad Gropiusstadt, vier weitere sollen bei schönem Wetter am Pfingstwochenende (23./24. Mai) öffnen. Alle weiteren Bäder starten dann am 1. Juni in die neue Saison.

Die Preise unterschieden sich je nach Kategorie. So seien kleinere Bäder ohne besondere Ausstattung günstiger als größere Bäder, heißt es von den Berliner Bädern. Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet den Angaben nach je nach Bad zwischen 6 und 7 Euro. Der Ticketpreis für Ermäßigte liegt zwischen 3,50 Euro und 4,20 Euro. Online gekaufte Tickets können bis zu 20 Prozent günstiger sein – je nach Auslastung variiert der Rabatt.

Zudem gibt es eine Mehrfachkarte mit 20 Eintritten für die Berliner Freibäder. Diese ist übertragbar und gilt den ganzen Sommer lang in allen Freibädern unabhängig von der jeweiligen Bad-Kategorie. Im Vorverkauf kostet sie 70 Euro, ab 1. Mai gilt der reguläre Preis von 80 Euro. 

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Nach Diskussionen um ein Abschaffen der Karte soll diese auch künftig bleiben. „Es wird nicht mehr länger nur ein Aktionsangebot sein, sondern es wird dauerhaft in die Tarifstruktur mit aufgenommen“, sagte Sport- und Innensenatorin Iris Spranger (SPD). 

Wie warm ist das Wasser? 

Das Wasser in den Becken der Sommerbäder soll auf 22 Grad geheizt werden, nachdem im vergangenen Sommer von den Berliner Bäder-Betrieben auf diese sogenannte Stütztemperatur weitgehend verzichtet worden. Bei teilweise mäßigem Wetter hatten viele Badegäste gefroren und sich beklagt. 

Nach Gewaltvorfällen in einigen Freibädern gilt seit 2023 eine Ausweispflicht in den Berliner Einrichtungen. Deswegen sollten Schwimmfreudige neben den Badesachen auf jeden Fall auch den Ausweis parat haben. Denn nur mit einem Ausweis kann der Einlass erfolgen, wie es von den Bäderbetrieben heißt. 

Außerdem sind die Online-Tickets an ein Zeitfenster für das Betreten gebunden - danach können Besucher so lange bleiben, wie sie möchten. Mit einem Ampelsystem wird die Auslastung in den Bädern angezeigt. Ist die Ampel rot, können nur noch Menschen mit einem Abo oder einem Online-Ticket in die Bäder - nicht jedoch mit der Mehrfachkarte.

Was sollte man noch wissen? 

Als weitere Sicherheitsmaßnahme wird auch in diesem Jahr an einigen Bädern an den Eingängen Videoüberwachung eingesetzt. Das gilt für die Sommerbäder in Kreuzberg, in der Gropiusstadt, in Neukölln, in Pankow und am Insulaner. 

Die Datenschutzbeauftragte von Berlin kritisiert die Maßnahmen und hat die Berliner Bäder-Betriebe verwarnt. Der Badbetreiber wehrt sich dagegen vor Gericht. Kommende Woche will das Verwaltungsgericht Berlin den Fall prüfen.

dpa/dw