Unbekannte haben am Wochenende (25.04./26.04.) in Prenzlauer Berg Häuser mit antisemitischen Parolen beschmiert. Die Worte „Kill all Jews“ und Hakenkreuze prangten an Wänden der Ueckermünder Straße. Die Schmierereien sind mittlerweile von Polizisten unkenntlich gemacht worden.

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Laut Polizei ereigneten sich die Taten zwischen Samstag, 22 Uhr, und Sonntag, 13:45 Uhr. Auch bereits in der Nacht zum 11. April zeigten sich die Hetzsprüche. Unter den Graffitis ist ein arabischer Schriftzug zu erkennen. Nun sucht die Polizei nach Zeugen. Wie es in einer Mitteilung vom Dienstag (28.04.) heißt, bitten die Ermittlerinnen und Ermittler des Polizeilichen Staatsschutzes die Bevölkerung um Mithilfe. Dabei haben sie folgende Fragen:
- Wer hat in den genannten Zeiträumen die Taten beobachtet?
- Wer kann Hinweise zu den Identitäten der Täterinnen und/oder Täter geben?
- Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise zu den Taten geben?
Berlin, Ueckermünder Straße.
— Rak (@RakMakkabi) April 26, 2026
Eine Straße übersät mit Hakenkreuzen und „Juden töten“-Schmierereien – notdürftig überdeckt, aber noch immer sichtbar.
Das ist Realität.
Alltag für Juden in #Berlin, die sich einfach nur frei und sicher bewegen wollen. #B2604 pic.twitter.com/9wQcSfq954
Antisemitismus in Berlin: Alltag für Juden
In sozialen Netzwerken kursierten in den vergangenen Tagen zahlreiche Aufnahmen der Schmierereien. „Eine Straße übersät mit Hakenkreuzen und ‚Juden töten‘-Schmierereien – notdürftig überdeckt, aber noch immer sichtbar. Das ist Realität und Alltag für Juden in Berlin, die sich einfach nur frei und sicher bewegen wollen“, heißt es auf dem X-Konto von @RakMakkabi.
Der Botschafter des Staates Israels in Deutschland, Ron Prosor, teilte ebenfalls eine Aufnahme des Graffitis auf X und schrieb dazu: „Heute in Cottbus, gestern im Prenzlauer Berg: Hakenkreuze auf Synagogen, ,KILL ALL JEWS‘ auf Häuserwänden. Das ist die Realität für Juden 2026 in Deutschland. Es ist kein Zufall, dass die Täter auf Englisch schreiben. Das ist die ,globalized Intifada‘, die sich seit Jahren auch auf deutschen Straßen formiert.“ Sicherheitsbehörden müssten diese globalen, dezentralen Terrororganisationen zerschlagen, anstatt sie nur zu beobachten. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis sie zur Tat schreiten, so Prosor weiter.
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Öffentlich gemacht wurde der Vorfall auf der Instagram-Seite „jewsofberlin“. Die Autoren schrieben dazu, „dass jemand so etwas heute noch ganz selbstverständlich an eine Hauswand schreibt, ist kein ‚Ausrutscher‘ und keine belanglose Schmiererei. Es ist offener, gewaltverherrlichender Antisemitismus. Wer das verharmlost oder wegschaut, macht es möglich“.
mit epd







