Die Menschen in Berlin und Brandenburg sind gegen eine Kürzung ihrer Rente. Das zeigt eine neue Umfrage von „Infratest Dimap“ im Auftrag der ARD. 78 Prozent der Befragten in der Region lehnen Einschnitte bei der Rentenversicherung ab. Das ist einer der höchsten Werte im Vergleich der Bundesländer.
Auch interessant
Berliner und Brandenburger lehnen persönliche Opfer für Sozialsysteme ab
Auch bei anderen Sozialleistungen ist die Ablehnung groß. So sind etwa 80 Prozent der Befragten gegen Kürzungen bei der Krankenversicherung ebenso wie gegen Veränderungen bei der Pflegeversicherung. Zudem sind 62 Prozent gegen Kürzungen bei der Arbeitslosenversicherung.

Gleichzeitig ist die Bereitschaft gering, selbst finanzielle Opfer zur Stabilisierung der Systeme zu bringen. Nur 37 Prozent der Menschen in Berlin und Brandenburg wären bereit, persönliche Einschnitte hinzunehmen, um die Sozialsysteme zu sichern. 55 Prozent sind dagegen. Bundesweit sind die Menschen hier gespalten: 47 Prozent wären zu Einschnitten bereit, 47 Prozent nicht.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Bei der Frage, wie die Sozialsysteme künftig finanziert werden sollen, sind die Antworten aus der Hauptstadtregion auffällig: Nur hier sprechen sich mehr Menschen für Leistungskürzungen (38 Prozent) als für höhere Beiträge (36 Prozent) aus. Bundesweit ist es umgekehrt: Dort ist eine knappe Mehrheit eher für höhere Beiträge als für Kürzungen.
Auch interessant
Wohlstand: Mehrheit fordert mehr Steuern für Reiche und
Die Umfrage zeigt außerdem, dass viele Menschen die Verteilung des Wohlstands in Deutschland als ungerecht empfinden.
90 Prozent der Befragten in Berlin und Brandenburg sagen, der Wohlstand sei ungerecht verteilt. Nur acht Prozent finden ihn gerecht. Viele wünschen sich deshalb mehr Belastung für Wohlhabende. 70 Prozent der Menschen befürworten eine Vermögenssteuer. 61 Prozent sind für höhere Erbschaftssteuern auf große Vermögen.
Auch interessant
Der Weiteren lehnten die meisten Befragten in der Region die Aussage ab, man müsse „mehr arbeiten“, um den Wohlstand zu sichern. 73 Prozent widersprechen dem Satz von Bundeskanzler Friedrich Merz. Nur 22 Prozent glauben, dass mehr Arbeit die richtige Antwort ist.








