Das Land Berlin hat in den vergangenen zehn Jahren spürbar in seinen Wohnungsbestand investiert. Nach Angaben der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften wurden seit 2015 rund 49.000 Wohnungen hinzugekauft und etwa 43.000 neu gebaut. Insgesamt verfügen die Unternehmen damit inzwischen über mehr als 400.000 Wohnungen – ein Ziel, das sich der Senat 2016 gesetzt hatte. Die durchschnittliche Bestandsmiete in diesen landeseigenen Wohnungen lag im Jahr 2025 bei 7,09 Euro pro Quadratmeter.

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Die Bestandsmieten liegen damit unter dem berlinweiten Mietspiegel von 7,21 Euro. Datenbasis dieses Mietspiegels sind allerdings noch Zahlen aus dem Jahr 2023. Geförderte und dadurch günstigere Wohnungen werden dabei nicht berücksichtigt, während sie in den Zahlen der landeseigenen Wohnungsunternehmen eingerechnet wurden.

Kai Wegner: Angebotsmieten steigen wegen hoher Baukosten deutlich stärker

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bezeichnete den Wert von 7,09 Euro pro Quadratmeter als Erfolg. „Wo wir eine Herausforderung haben, das sind die Angebotsmieten“, sagte Wegner. Grund seien die Baukosten, die in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind. 

Die Neuvertragsmieten lagen bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen (ohne Berlinovo) im vergangenen Jahr im Schnitt bei 9,31 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich verwiesen die Landeseigenen auf die auf Portalen angebotenen Mieten, die im Schnitt bei 17,76 Euro pro Quadratmeter lagen. Ob diese Mieten letztlich auch so vereinbart und bezahlt werden, ist nicht klar. Zudem werden viele Wohnungen nicht auf Portalen angeboten. 

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Verweildauer steigt: Berliner wohnen immer länger in ihren Wohnungen

Ein großes Problem auf dem Wohnungsmarkt, nicht nur in Berlin, ist der sogenannte Lock-in-Effekt. Viele Mieter bleiben in ihren Wohnungen, auch wenn sie vielleicht nicht mehr genau zu ihren Lebensumständen passt – weil ein Wechsel der Wohnung zu einer höheren Miete führen würde. Sichtbar wird das in der Fluktuation und der Verweildauer in einer Wohnung. 

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In den Wohnungen der landeseigenen Unternehmen ist die Verweildauer in den vergangenen 10 Jahren von 18 auf 25 Jahre gestiegen. Die Fluktuation ist auf 4 Prozent gesunken. 

„Sehr wenige Wohnungen werden damit überhaupt in der Vermietung sichtbar. Historisch waren 10 Prozent Fluktuation in der Wohnungswirtschaft normal“, sagte Ingo Malter, Sprecher der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. „Das wären jährlich 160.000 Wohnungen in Berlin. Tatsächlich kommen wir jetzt auf vielleicht 60.000 Wohnungen, die jedes Jahr gezeigt werden.“

Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sind Berlinovo, Degewo, Gesobau, Gewobag, Howoge, Stand und Land sowie WBM.

dpa