Zum Artikel „1000 Euro vom Chef – wie realistisch ist das?“ vom 15. April
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Anstatt durch eine zeitlich befristete Steuersenkung und Abschaffung der CO₂-Abgabe – wie in anderen Ländern bereits praktiziert – die Wirtschaft (und dadurch auch den Verbraucher) deutlich und vor allem schnell zu entlasten, wird genau das Gegenteil gemacht. Die Politik bürdet den Firmen zusätzlich zu den hohen Energiekosten jetzt auch noch diesen Irrsinn auf! Es ist logisch einfach nicht mehr nachvollziehbar, dass die Firmen in unserem Land nun auch noch die Arbeit der Politik machen sollen, und dafür verantwortlich sein sollen, dass die Arbeitnehmer bei den Energiekosten entlastet werden.
Eine Auszahlung von je 1000 Euro pro Mitarbeiter dürfte selbst für Großkonzerne wie Siemens, Daimler oder BMW eine Mammutaufgabe sein – organisatorisch wie auch finanziell. Doch was ist mit dem deutschen Mittelstand? Mit Firmen, die schon heute wegen der explodierenden Energiekosten nicht mehr wissen, wie sie dieses Jahr noch überleben und ihre Mitarbeiter bezahlen sollen? Ja, natürlich können die Kosten von den Firmen steuerlich geltend gemacht werden. Aber eben frühestens zum Jahresende! Und bis dahin reißt die Finanzlücke die Firmen in den Abgrund und kostet Tausende von Arbeitsplätzen.
Jochen Sieler, per Mail
Wenn da die schwarz-rote Regierungskoalition eine steuer- und abgabenfreie „Entlastungsprämie“ für die Beschäftigten in Deutschland vorschlägt, dann ist schon die Frage erlaubt, ob das ein Polit-Gag ist. Da sollen die Unternehmen, Dienstleistungsbranchen, Industrie- und Handwerksbetriebe in der gegenwärtig besonders angespannten Wirtschaftslage noch 1000 Euro Entlastungsprämie für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlen. Will die Regierung mit diesem Vorschlag die derzeitig schlechte Bewertung ihrer Arbeit etwas reduzieren?
Frank Petzsch, per Mail
Zum Artikel „Einsparung bei Krankenkassen: Regierung will Mitversicherung für Ehepartner einschränken“ vom 15. April
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Sparen und Ausgaben reduzieren sind der richtige Ansatz. Er sollte aber auch in ganzer Breite wirken. Warum müssen die Kassenpatienten die Krankenkosten für die Bürgergeld-Empfänger zahlen? Das ist einfach nur ungerecht! Wenn die Politik mit Herrn Klingbeil sich hier nicht im Interesse der Krankenkassenpatienten bewegt, ist sie auch nicht wählbar.
Frank Siegfried, per Mail
Auch hier zeigt sich der massive Fachkräftemangel für eine wie auch immer geartete Expertenkommission. Es sollen bisher kostenfrei mitversicherte Familienangehörige ausgespart werden. Wenn ein Partner kein Einkommen hat, woraus soll er dann die KV-Beiträge bezahlen? Was dieses Mal nicht veröffentlicht wurde, ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf Medikamente. Auch hier hatte man vor Jahren schon Einsparpotenziale von mehreren Millionen gesehen, das wäre heute nicht anders. Natürlich sollte man auch die „Verordnungsflut“ nicht vergessen. Es stehen Werte von mehreren Millionen Arzneien in den Badezimmerschränken. Von den Ärzten verordnet, von den Krankenkassen bezahlt und von den Versicherten unbeachtet später weggeworfen.
Ottmar Lehmann, BDH Reha, Kreisverband Berlin, per Mail
Zum Artikel „Umfrage: Jeder zweite Deutsche für Tempolimit“ vom 15. April
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Eigentlich könnte es mir egal sein, denn mit meinem E-Auto fahre ich, aus Reichweitenproblemen, selten schneller als 120 km/h. Aber erinnern wir uns doch mal an die alten DDR-Zeiten, an die Transitautobahnen – Tempo 100 km/h war angesagt – und an die Elefantenrennen auch bei Pkw. Überholen mit 101 km/h, nur nicht geblitzt werden. Wer Sprit sparen will, kann das auch jetzt schon, einfach den Fuß vom Gaspedal nehmen, aber ein Tempolimit nimmt einem die Chance, auch mir als E-Autofahrer, mal kurz zu überholen, Abstand zu gewinnen, um dann gemäßigt weiterzufahren.
Peter C. Wandt, per Mail
Was bringen solche Umfragen, wenn ein Großteil der Befragten hierbei gar nicht involviert ist, also nicht Auto fährt oder so gut wie nie Schnellstraßen benutzt? Wie sähe wohl ein Umfrageergebnis aus, wenn zur Reduzierung des Energieverbrauchs grundsätzlich im Winter die Heizung um mehrere Grade gedrosselt werden soll? Was würden wohl Eltern sagen, wenn zum Beispiel über das Essen in Kitas auch Personen befragt werden, die weder Kinder noch Enkel in solchen Einrichtungen betreut wissen? Umfragen sind immer mit Vorsicht zu genießen, wenn Außenstehende über Lebensgewohnheiten und das Verhalten anderer urteilen und Änderungen anmahnen. Trotz meiner Vorbehalte über die Aussagekraft dieser Umfrage, bin ich als langjähriger Autofahrer, der auch gern zügig unterwegs ist, für ein zeitlich begrenztes Tempolimit.
Volker Rabsahl, per Mail
Zum Artikel „ZLB am Alex als Wohnzimmer Berlins: ‚Chemie des Platzes würde sich ändern‘“ vom 13. April
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Das ist der beste Vorschlag seit Jahren. Der Standort der ZLB am Alexanderplatz ist nicht nur eine Aufwertung des Platzes an sich, sondern auch ein Gewinn für den Bezirk Mitte. Da ist es eine Überlegung wert – wenn es so weit ist –, mehrmals das Gebäude zu besuchen und mein Wissen zu vergrößern.
K. Tiltscher, per Mail






