Es ist der Albtraum eines jeden Autofahrers. Alles ist gepackt und man ist bereit zur Abfahrt. Doch beim allerletzten Check, bevor man den Zündschlüssel umdreht, fällt auf: Ein Reifen ist platt. Das verzögert den Start der Tour nicht selten um mindestens eine Stunde und kostet unzählige Nerven. Doch: Das passiert sogar Profis.

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Auf Facebook gab die Begleitschutz- und Verkehrshundertschaft (BVHu) der Polizei Berlin nun einen Einblick in ihren Arbeitsalltag oder vielmehr eine Arbeitsnacht. Denn kürzlich war sie für die Sicherungen eines Schwerlasttransports zuständig. Zwei Tramteile der BVG wurden auf zwei Lkw von Köpenick aus quer durch die Stadt gebracht. Die Kolonne brauchte dafür mehrere Stunden.

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Auch solche Tätigkeiten gehörten zu den Aufgaben der BVHu – „egal, wie groß, schwer oder ungewöhnlich die Ladung ist. Und ungewöhnlich wurde es diesmal etwas schneller“, berichtete die Polizei im Netz. Denn bei einem Lkw-Check fiel den Beamten ein luftleerer Reifen ins Auge. Bei Maßen von 4,25 Metern Höhe, 3 Metern Breite und einem satten Gesamtgewicht von je 81 Tonnen werde aus einem platten Reifen eher eine größere Herausforderung als ein kleines Problem, hieß es weiter.

Ein kaputter Reifen eines Lkw.
Ein kaputter Reifen eines Lkw. Der Fahrer eines Schwerlasttransporters musste kürzlich gleich zwei Reifen wechseln.© Polizei Berlin / Facebook | Polizei Berlin / Facebook

Also schnell den kaputten Reifen wechseln und weiter geht’s, oder? Doch der Teufel steckte hier im Detail. Denn auch der dahinterliegende Reifen war defekt. Dort waren tiefe Geweberisse in der Außenseite des Reifens sowie im Gewebe des Reifens erkennbar. „Beide Reifen mussten gewechselt werden. Rund 50 Minuten später ging die Berlin-Reise für die Tram weiter.“

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Daher startete der Tross schon mal mit einer rund einstündigen Verspätung. „Für die nächsten 2 km wurden 45 Minuten benötigt. So ein Abbiegevorgang ist eben an mancher Kreuzung der Hauptstadt für ein solches Riesengefährt und alle Beteiligten eine ziemliche Herausforderung“, so die Polizei. Dabei fuhren zwei Polizisten in einem Einsatzwagen und zwei auf Motorrädern nebenher und sperrten Streckenabschnitte ab.

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Die restlichen 28 Kilometer konnten immerhin in zwei Stunden und zehn Minuten absolviert werden. Und so könnte dieses kleine Abenteuer der Berliner Ordnungshüter doch als aufmunternde Anekdote dienen. Denn wer das nächste Mal fluchend im Stau der Hauptstadt steckt, der möge sich besinnen und denken: „Immerhin habe ich keine Tram im Gepäck und keinen doppelten Platten.“