Rund 80 Beamte der Polizei haben am Donnerstagmorgen gemeinsam mit dem Finanzamt mehrere Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg durchgeführt. Die Aktion zielte auf illegale Autovermietungen ab, so die Polizei. Demnach ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin bereits seit Oktober 2025 gegen die sechs Verdächtigen im Alter von 33 bis 46 Jahren.
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Die Männer sollen Versicherungsgesellschaften im Zusammenhang mit illegalen Autovermietungen um Versicherungsprämien betrogen haben. Den Gesellschaften entstand so ein Gesamtschaden von mindestens 111.400 Euro. Kriminelle Mitglieder von Großfamilien sollen in Berlin mit etwa 2200 Fahrzeugen operieren.
Groß-Razzia: 16 Objekte in Berlin und Brandenburg durchsucht
Beamte durchsuchten am Donnerstag 16 Objekte in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf und Lichtenberg und in Brandenburg. Sie sicherten Beweismittel, hochwertigen Schmuck und vier Luxusautos. Drei Beschuldigte – 39, 46 und 37 Jahre alt – wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

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„Es ist sehr gut, dass das entschlossene Vorgehen gegen kriminelle Autovermietungen im Land Berlin Erfolg zeigt“, sagt Innensenatorin Iris Spranger (SPD) der Berliner Morgenpost. „Die gestrigen Maßnahmen führten zur Sicherung von Vermögenswerten und Luxusfahrzeugen in erheblichem Umfang.“ Das zeige, dass sich der Ermittlungsaufwand der letzten Jahre auszahle, so Spranger weiter, und man auch mit dem vom Land Berlin geleiteten EU-Projekt „Rent“ auf dem richtigen Weg sei. Unter der Leitung des Berliner Landeskriminalamts sollen im Projekt „Rent“ europaweit Erkenntnisse gesammelt und Maßnahmen ergriffen werden, um die OK-nahen Strukturen im Autovermietungsmilieu aufzubrechen.
Berliner Bundesratsinitiativen im Kampf gegen organisierte Kriminalität
Auch Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) zeigte sich erfreut über die Razzia am Donnerstag. „Dieser Fall macht deutlich, mit welcher kriminellen Energie wirtschaftliche Strukturen missbraucht werden, um erhebliche Gewinne zu erzielen und staatliche Regeln gezielt zu umgehen“, so Badenberg gegenüber dieser Redaktion. „Wir brauchen eine konsequente Strafverfolgung und schärfere Instrumente, um solche Geschäftsmodelle effektiv zu unterbinden.“ Dazu gehöre auch, kriminell genutzte Vermögenswerte schneller und umfassender einzuziehen.
Mit den Berliner Bundesratsinitiativen zur sogenannten Beweislastumkehr sowie zur erleichterten Einziehung von Mietfahrzeugen, die für Betäubungsmittelstraftaten und illegale Autorennen missbraucht werden, gehe Berlin entschieden gegen diese kriminellen Strukturen vor, betont die CDU-Politikerin.






