Der Wohnungsmangel in Berlin ist groß. Um die Not zu lindern, soll an der Warschauer Straße ein Hochhaus mit mehr als 1000 Wohnungen gebaut werden – Berlins erster Wohn-Wolkenkratzer soll somit mitten in Friedrichshain-Kreuzberg entstehen. Doch wie „Bild“ berichtet, gibt es nun ein tierisches Problem.

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Derzeit läuft für das geplante 167-Meter-Hochhaus an der Warschauer Brücke die Bürgerbeteiligung. Die Kritik ist sowohl in der Nachbarschaft als auch im grün regierten Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, der mit niedrigstöckigem Gewerbe lieber auf Kiezidylle setzen würde, hoch umstritten. Und auch in Hinblick auf den Tierschutz scheinen die Hochhaus-Pläne einige Probleme mit sich zu bringen.

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Hochhaus an der Warschauer Straße: Zauneidechsen fehlt es an Sonnenplätzen

Denn in unmittelbarer Umgebung des geplanten Hochhauses leben Zauneidechsen, die ihrerseits die Sonnenplätze entlang der Gleise zu schätzen wissen. Wie „Bild“ berichtet, hat ein Gutachter ausgerechnet, dass der Schattenwurf des Wolkenkratzers für die Tiere negative Folgen hätte. Demnach würden rund 1304 Quadratmeter Sonne fehlen.

Die Lösung: ein Amphibienzaun aus PVC-Folie mit einer Tiefe von 20 Zentimetern. Dieser soll Bauplatz und Eidechsen-Gebiet trennen. Zudem sollen Sand und Totholz auf für die Zauneidechsen verbliebene Restfläche aufgeschüttet werden. Die Folge: Bauverzögerung.

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Zudem müssen, sobald der Bau beginnt, die Raupen des Nachtkerzenfalters abgesammelt und versetzt werden. Die Baustelle muss außerdem eine Stunde vor Sonnenuntergang und eine Stunde nach Sonnenaufgang ruhen. Zu groß, so der Gutachter, sei die Gefahr, dass Baukräne und -fahrzeuge mit umherfliegenden Fledermäusen kollidieren.

rk