Mindestens 14 Menschen sind bundesweit in diesem Winter in der Kälte gestorben. Diese Zahl meldete am Mittwoch die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG W). Für die Zahl wurden Presseberichte ausgewertet. Eine offizielle Statistik über obdachlose Menschen wird in Deutschland nicht erhoben. Möglich ist demnach, dass es mehr Fälle gab, die aber nicht öffentlich bekannt wurden. In Berlin gibt es ein relativ gut ausgebautes Hilfesystem mit Kälte- und Wärmebussen, Notübernachtungen und Nachtcafés, das zumindest helfen kann, Leben zu retten.

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Offiziell endete die Kältehilfe für obdachlose Menschen in Berlin zwar mit dem 31. März. Doch die Nächte sind aktuell immer noch nass und kalt. Weiterhin ist Frost vorhergesagt. In Berlin bleiben deshalb zahlreiche Einrichtungen für Wohnungslose zunächst weiter geöffnet. Die Kältehilfe ist ein Zusammenschluss aus Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Senatsverwaltung, die in dieser Saison zeitweise bis zu 1000 Übernachtungsplätze pro Nacht anboten. Das geht aus der Übersicht der Koordinierungsstelle der Berliner Kältehilfe auf der Seite kaeltehilfe-berlin.de hervor.

Hier finden obdachlose Menschen weiterhin Hilfe

Ganzjährig geöffnet sind unter anderem die Notübernachtung Franklinstraße in Charlottenburg, die Notübernachtung am Containerbahnhof in Friedrichshain, die Notübernachtung „Straßenfeger“ in Pankow sowie die Notübernachtung für Frauen „Mitten im Kiez“ in Friedrichshain. Ebenfalls dauerhaft offen sind die Angebote „GEBEWO pro“ und „Marie“ in der Tieckstraße in Mitte, „Evas Obdach“ in der Fuldastraße in Neukölln, die Notunterkunft für Frauen am Halleschen Ufer in Kreuzberg, die Johanniter-Notbernachtung in der Ohlauer Straße in Kreuzberg sowie die Familienunterkünfte in der Wrangelstraße in Kreuzberg und am Bärensprung in Reinickendorf.

Bis zum 30. April geöffnet bleiben zudem mehrere saisonale Einrichtungen. Darunter der Goslarer Platz in Charlottenburg, das Nachtwärmecafé „Kotti“ in Kreuzberg, „Haus Sophie“ in Lichtenberg, mehrere Neustart-Angebote in Marzahn, die Lehrter Straße in Mitte, die Kurmärkische Straße in Schöneberg, die Herberge zur Heimat in Spandau und die Notübernachtung am S-Bahnhof Rathaus Steglitz. Auch die Frauen-Notbernachtung DRK-Nachtlicht in Kreuzberg, die Kopenhagener Straße in Reinickendorf und KUBUS Kältehilfe in Tempelhof bleiben noch bis Ende April offen.

Zu den weiter geöffneten Nachtcafés zählen „Die Arche“ in Treptow, „Zum guten Hirten“ in Schöneberg, die Evangelische Taborgemeinde in Kreuzberg, der Kälteschutz im Mehringhof in Kreuzberg und das Nachtcafé „Martin Luther“ in Neukölln.

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