Zusammengekauert sitzen zwei Fuchswelpen am Boden eines roten Regenrohres. Rund zwei Meter waren die beiden in die Tiefe gefallen. Am Sonntag wurde das Geschwisterpaar in Berlin-Spandau entdeckt und durch Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr befreit. Allein hätten es die Fellknäule vermutlich nicht aus ihrer Lage befreien können.

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Mitglieder der Feuerwehr zogen die beiden Füchse vorsichtig aus dem Rohr, wie die „B.Z.“ schreibt. Anschließend ging es für die geschwächten Tiere zunächst aufs Revier des Polizeiabschnitts 22. Die hingerufenen Tierschützer der Fuchshilfe Berlin nahmen sich dort der Pflege der beiden Welpen an. Die Fuchs-Experten kamen auch zu einem erschreckenden Ergebnis: Die beiden Füchse hatten wahrscheinlich bereits seit Tagen in dem Rohr sitzen müssen. Sie seien dehydriert, unterkühlt und abgemagert gewesen.

Füchse in Berlin: Jungtiere nach mehreren Tagen aus Lebensgefahr gerettet

Hilfe hätten die beiden erst nach Tagen bekommen, obwohl Anwohner die Schreie der Tiere bereits früher vernommen hätten. Das erklärt die Fuchshilfe in einem Instagram-Post. Laut der Tierschützer der Fuchshilfe hätten die Jungtiere nicht mehr lange ohne Hilfe überlebt. Die Helfer päppeln die Tiere nun auf, um sie dann bestenfalls wieder auswildern zu können.

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In Berlin gehören Füchse mittlerweile zum Stadtbild. Schätzungsweise rund 4.500 Füchse leben in der Stadt, wie der Berliner Wildtierexperte Derk Ehlert einmal erklärte. Sie ernähren sich von Mäusen, Ratten und Regenwürmern, von Abfällen der Menschen sowie von Fallobst. Die Jungtiere werden meist im Frühjahr geboren. Nach 50- bis 60-tägiger Tragzeit kommen von März und April etwa drei bis fünf Jungtiere zur Welt. Sie werden blind geboren. Sie werden meist in Erdbauen geboren und aufgezogen und erscheinen nach drei bis vier Wochen vor dem Bau. Im Herbst sind die Jungtiere ausgewachsen. 

mit dpa