Die S-Bahn steckt in der Krise. Das zeigt auch die Zahl der Störungen. Sie hätte sich seit 2019 um fast 42 Prozent erhöht, sagte Alexander Kaczmarek, Bahn-Bevollmächtigter für Berlin, am Mittwoch im Mobilitätsausschuss. Das sei „enorm“.

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Der Großteil dieser Störungen ist hausgemacht. Mehr als die Hälfte geht auf das Konto der S-Bahn selbst. Etwa wegen Problemen an der Fahrzeugflotte. Rund ein Drittel der Störungen ist Folge von Stellwerks- und Signalstörungen und fällt damit in den Aufgabenbereich der DB Infrago. 15 Prozent der Störungen haben externe Gründe.
Polizei- und Feuerwehreinsätze verzögern S-Bahn stärker als Türstörungen
Gerade im Winter würden viele „randständige Bevölkerungsgruppen“ die S-Bahn nutzen, sagte Kaczmarek. Die Obdachlosen, an die er dabei wohl dachte, hätten häufiger gesundheitliche Probleme. Die deshalb nötigen Einsätze von Polizei und Feuerwehr hätten faktisch deutlich höhere Auswirkungen auf die Pünktlichkeit als die Zahl von 15 Prozent es suggeriere. Während eine Türstörung meist in ein paar Minuten repariert sei, schlügen Behördeneinsätze oft mit einer halben Stunde zu Buche.
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Außerdem seien mehr Züge im System. Im Vergleich zu 2019 seien rund zwei Millionen gefahrene Kilometer hinzugekommen. Das führe naturgemäß zu mehr Verspätungen. Beides sei ein wichtiger Teil der Erklärung. Von einer „Krise“ der S-Bahn will Kaczmarek aber nichts wissen. „Ganz so weit sind wir nicht.“
Die Quote der pünktlichen Züge lag 2025 aber nur noch bei 92,9 Prozent. Damit setzte sich der seit 2021 anhaltende Negativtrend fort. „Das letzte Jahr war ein schlechtes Jahr, da will ich auch nicht drum herumreden“, sagte der kommissarische S-Bahn-Chef Karsten Preißel. Und schnelle Besserung sei auch nicht in Sicht. Die Fahrzeuge seien teils dreißig Jahre alt, da würden Störungen häufiger. Daran werde sich so schnell nichts ändern können.








