Der Zoo Berlin hat tierischen Zuwachs bekommen: Die beiden Amurtiger-Brüder Friedrich und Hubertus haben diese Woche ihr neues Zuhause im „Reich der Jäger“ bezogen. Die beiden einjährigen Tiger stammen aus einem Vierlingswurf, der am 30. Mai 2024 im Allwetterzoo Münster geboren wurde. Während ihre Geschwister inzwischen in die Zoos Amersfoort und Zlín-Lešná gezogen sind, kehrt die größte Unterart des Tigers nach Berlin zurück – zuletzt lebte der Amurtiger Darius bis 2022 in der Hauptstadt.

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„Die beiden Amurtiger sind gut angekommen und erkunden aufmerksam ihre neue Umgebung“, berichtet Säugetierkurator Dr. Florian Sicks. „Die beiden Tiger sind bereits seit ihrer Ankunft für alle Zoo-Gäste zu sehen.“ Die Anlage im Reich der Jäger wurde so gestaltet, dass sie den jungen Tigern vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten und Rückzugsorte bietet. Erhöhte Liegeflächen, Höhlen und ein großzügiger Wasserbereich fördern ihr natürliches Verhalten und laden die Tiere ein, ihre Umgebung aktiv zu erkunden.

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Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem erklärt: „Momentan steht in den Zoologischen Gärten Berlin alles im Zeichen der Tiger. Ein moderner Zoo ist niemals ‚fertig‘. Kontinuierliche Anpassungen und Weiterentwicklungen sind essenziell. Ich bin aber auch froh, dass mit Abschluss der beiden zentralen Baustellen – der Tigeranlage und des Antilopenhauses – endlich wieder ein bisschen Ruhe und Ordnung einkehrt in diesem Frühling.“

Größte bekannte lebende Katzenart: Friedrich und Hubertus können bis zu 300 Kilogramm schwer werden

Kurz vor dem Einzug von Friedrich und Hubertus zog Sumatra-Tigerin Luise (3) in die neue Anlage zu Kater Banyu (2), während die zweite Sumatra-Tigerin Lotte (3) im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Großbritannien umgezogen ist.

Der Amurtiger, auch als Sibirischer Tiger bekannt, ist die größte lebende Katzenart der Welt. Männliche Tiere können über 300 Kilogramm schwer werden. In freier Wildbahn leben sie in den Wäldern des russischen Fernen Ostens und in angrenzenden Gebieten Nordostchinas – als einzige Tigerart auch im Schnee. Das dichte, helle Fell mit weit auseinanderliegenden Streifen schützt vor extremen Temperaturen und dient zugleich der Tarnung.

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Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit gelten Amurtiger als bedroht. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) listet sie als „stark gefährdet“. Hauptgründe sind Lebensraumverlust, Wilderei und Konflikte mit dem Menschen. Schätzungen zufolge existieren in der Wildnis nur noch wenige hundert Tiere.