Das Essen wurde politisch: Bei einem Termin in der Markthalle Neun in Kreuzberg trafen am Mittwochabend Spitzenkandidaten der kommenden Abgeordnetenhauswahl aufeinander. Die Türkische Gemeinde zu Berlin hatte kurz vor Ende des Ramadan zum gemeinsamen Fastenbrechen geladen.

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Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) aß gemeinsam Fladenbrot und Linsensuppe mit Steffen Krach (SPD), Werner Graf (Grüne) und Elif Eralp (Linke). Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ berichtet.
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Die Türkische Gemeinde wollte mit dem Abend eine politische Botschaft vermitteln. Suat Özkan, Generalsekretär des Vereins, richtete einen Appell an die anwesenden Politiker. Er bat vor der Abgeordnetenhauswahl im September um einen fairen Wahlkampf. Dann ließ er die Kandidaten einen „Kodex für politische Verantwortung und Stadtfrieden“ unterschreiben.
Darin heißt es: „Wir wahren den gesellschaftlichen Zusammenhalt und verzichten konsequent auf das Schüren von Ängsten oder Vorurteilen.“ Ziel sei ein „Wettbewerb der besten Ideen, kein Kampf der Emotionen“. So berichtete der „Tagesspiegel“.
Türkische Gemeinde fordert Denkmal für Gastarbeiter
Generalsekretär Özkan stellte weitere Forderungen an die anwesenden Politiker, wie das Wahlrecht für Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die schon lange in der Stadt leben. Zudem schlug er vor, ein Denkmal für die Menschen zu bauen, die als Gastarbeiter ab 1961 nach Deutschland kamen.
Für die Denkmal-Idee gab es Zustimmung von allen Seiten, auch der Regierende Bürgermeister applaudierte. Die Spitzenkandidatin der Linken, Eralp, ging noch weiter und forderte ein Dokumentationszentrum für die Geschichte der Gastarbeiter. Eralp hat selbst türkische Wurzeln.





