Der Flughafen BER ist ab sofort mit einer weiteren Hauptstadt in Europa verbunden: Die ungarische Airline Wizz Air fliegt seit Montag viermal pro Woche nach Bratislava in der Slowakei. Letztmals habe es eine solche Direktverbindung im Jahr 2018 gegeben, sagte Thomas Kohr, Leiter Corporate & Business Development am BER. Er betonte: „Diese Verbindungen von Hauptstadt zu Hauptstadt sind für uns und die Region Berlin-Brandenburg sehr wichtig.“ Wizz Air ist vor allem in Ost- und Südosteuropa stark vertreten und wird dem BER neben Bratislava weitere neue Strecken in dortige Städte bringen.

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Ab Ende März wird die Airline so nach Tuzla (Bosnien-Herzegowina) und nach Cluj-Napoca (Rumänien) fliegen. Ab 21. Mai kommt in Rumänien außerdem Timișoara hinzu. Wie bereits im Winter geht es zudem nun auch im Sommer nach Bukarest. Bukarest ist die einzige der Städte, die noch eine weitere Fluggesellschaft vom BER aus ansteuert. Andere Strecken, etwa nach Belgrad (Serbien) oder Warna (Bulgarien), wird Wizz Air den Sommer über häufiger bedienen, als es bisher der Fall war. „Unsere Flüge werden sich fast verdoppeln“, sagte Anastasia Novak, Corporate & Sustainability Communications Managerin bei Wizz Air. Auf den Verbindungen vom und zum BER soll es in diesem Jahr 1,3 Millionen Sitzplätze geben. 2025 waren es 750.000.
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Über die angebotenen Ziele sagte Novak, diese könnten vor allem für Reisende interessant sein, die für einen Kurztrip nicht in die klassischen Städte fliegen wollen, sondern nach weniger bekannten Orten suchen. Dazu erwartet Wizz Air eine höhere Nachfrage bei Passagieren, die Freunde und Verwandte entweder in Berlin oder aber in Südosteuropa besuchen wollen. Klar ist: Wizz Air benötigt eine hohe Auslastung, um die Strecken längerfristig zu bedienen. Damit sich eine Verbindung lohne, müsse die Maschine zu 90 Prozent belegt sein, sagte Novak.
Dass der Flughafen BER sich für Airlines nicht lohne, weil er zu teuer sei, wies die Managerin dagegen zurück. Erst kürzlich hatte die Fluggesellschaft Ryanair die hohen Kosten als Argument dafür genannt, dass sie ihr Flugangebot im Sommer erneut ausdünnt. Novak sagte dagegen: „Wenn wir eine Nachfrage sehen, fliegen wir dorthin.“ Das sei in Berlin der Fall – und damit könne sich eine Verbindung auch tragen.
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Flughafen BER sieht Potenzial für weitere Ziele in Südosteuropa
Bei der Wirtschaftlichkeit soll Wizz Air auch helfen, dass die Airline stark auf den Airbus A321neo setzt. Der punktet Novak zufolge durch einen geringen Spritverbrauch und weniger Lärm als andere Flugzeuge, sowie mit einer vergleichsweise hohen Kapazität. 239 Passagiere haben darin Platz. Der Abstand zwischen den Reihen soll dennoch ähnlich sein wie bei kleineren Flugzeugen anderer Low-Cost-Airlines. Die Ticketpreise, sagte Novak, beginnen in der Regel bei rund 30 Euro. Darin ist allerdings nur ein kleines Handgepäck enthalten.
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BER-Manager Kohr lobte Wizz Air als wichtigen Partner für Ost- und Südosteuropa, durch das bestehende Netz, über das die Fluggesellschaft dort bereits verfügt. „Wir sehen in Südosteuropa wachsende Märkte“, so Kohr. Am BER wird daher Potenzial für weitere Flüge in die Region gesehen. Unter anderem seien noch häufigere Flüge in Bulgariens Hauptstadt Sofia wünschenswert, und auch in Rumänien gebe es Ziele, die bislang nicht angeboten werden, hieß es.







