Am zypriotischen Flughafen Larnaka schlugen die Grenzbeamten zu. Kamel M., der im Libanon geboren wurde und von dort anreiste, wurde am vergangenen Freitag aufgrund eines Europäischen Haftbefehls des Bundesgerichtshofs festgenommen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Generalbundesanwaltschaft am Dienstagmorgen hervor. Dem in Berlin lebenden Mann wird vorgeworfen, der Hamas anzugehören und an der Beschaffung von Waffen beteiligt gewesen zu sein, mit denen Anschläge auf jüdische Einrichtungen geplant waren.

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Die Festnahme steht im Zusammenhang mit Ermittlungen aus dem vergangenen Jahr. Anfang Oktober 2025 wurden bereits drei Personen in Berlin festgenommen, die Schusswaffen und Munition besorgt haben sollen. Darunter der deutsche Staatsangehörige Abed Al G., der laut Bundesanwaltschaft als Drahtzieher in der Sache gilt. Im Zuge der Festnahmen wurden unter anderem ein Sturmgewehr des Modells AK 47, diverse Pistolen und Munition „in erheblichem Umfang“ gefunden, hieß es in einer Mitteilung am 1. Oktober 2025.
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Mutmaßlicher Hamas-Anhänger soll für die Besorgung von 300 Schuss Munition zuständig gewesen sein
Im November griffen die Ermittler dann erneut zu. Der britische Staatsangehörige Mohammed A. wurde in Großbritannien festgenommen. Er hat laut Bundesanwaltschaft einen Teil der Waffen nach Österreich geschleust und in Wien gelagert. Zusätzlich wurde Mohammed A. am 24. Januar dieses Jahres am Flughafen BER vom Bundeskriminalamt und von der Bundespolizei gefasst. Der im Libanon geborene Mann hat gemäß den Ermittlern 300 Schuss Munition für die Gruppe besorgt. Der nun beschuldigte Kamel M. soll hinter dieser Munitionslieferung gesteckt haben.
In welchem Verhältnis stehen die Beschuldigten? Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft erklärt, dass es sich um eine „sehr fluide“ und mobile Gruppe handelt, die möglicherweise agiert, ohne sich zu kennen. Zudem handelt es sich um eine länderübergreifende Bewegung, wie die Festnahme in Großbritannien zeigt.
Am Sonntag durchsuchten Beamtinnen und Beamte des Bundeskriminalamts die Wohnung des gebürtigen Libanesen Kamel M. in Berlin. Genauere Angaben zu dem, was gefunden wurde, machte die Bundesanwaltschaft am Dienstag nicht. Auch nicht zu den möglichen Anschlagszielen und dazu, wie man auf ihn aufmerksam wurde. Wie die Berliner Morgenpost aus informierten Kreisen erfahren hat, soll Kamel M. in Reinickendorf wohnen.
Nach seiner Überstellung nach Deutschland soll er dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der letztlich über seine Unterbringung in der Untersuchungshaft entscheiden soll.






