Mit viel Politik-Prominenz hat Google am Donnerstag sein erstes AI-Center in Deutschland in Berlin eröffnet. Mit dabei waren Digitalminister Karsten Wildberger und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Für Philipp Justus, Googles Deutschland-Chef, ist das neue Zentrum die Fortsetzung seines Investitionsprogramms von 5,5 Milliarden Euro für Deutschland. Das AI-Center soll ein Ort werden, an dem man sich zu Künstlicher Intelligenz austauschen und den Dialog öffnen kann. Das Motto der ersten Veranstaltung lautet: „The Future of Science in the Age of AI“.

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In dem Zentrum sollen KI-Anwendungen vorangetrieben werden, so Justus, der auf zehn Jahre KI-Forschung bei Google verwies. Es besteht aus einem neuen Büro für die AI-Research-Teams, einem Demonstrationsraum für Anwendungen und einem Forum, in dem Tech-Talks für bis zu 80 Personen stattfinden sollen.
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Google plant 220 KI-Veranstaltungen pro Jahr
Insgesamt hat Google fünf Flächen in dem ehemaligen Krankenhausgebäude der Charité freigeräumt. Geplant sind rund 220 KI-Events pro Jahr. Das Zentrum soll eine Brücke schlagen zwischen Grundlagenforschung und Gemini, Googles KI-Anwendung. In einem Demo-Bereich zeigten die Deutsche Bank, Vodafone, Mercedes-Benz und Otto Anwendungen für Künstliche Intelligenz.
Vodafone-Mitarbeitende nutzen Google AI im Arbeitsalltag. Sie profitieren davon im Service und bei den täglichen Aufgaben, teilte der Anbieter mit. „Die KI verbessert den Ausbau und die Qualität in den Vodafone-Netzen und sie erkennt Netzausfälle, bevor sie entstehen“, so ein Sprecher. Ebenso helfe KI Vodafone dabei, Standorte für neue Mobilfunkmasten schneller zu finden.
Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft kann der flächendeckende Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz bis 2034 eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von rund 440 Milliarden Euro pro Jahr generieren.
Wildberger erklärt, dass Daten bei Google sicher sind
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagte bei der Eröffnung, es sei ein guter Tag für Deutschland und für Europa. Er wies gleichzeitig auf die Digitale Souveränität hin. „Google stellt sicher, dass Daten sicher sind“, sagte er. Europa müsse darauf achten, dass KI auch mit Risiken verbunden ist und immer den Menschen dienen muss. Auf Nachfrage erklärte Wildberger, bestimmte Anwendungen, die Menschen schaden können, müssten ausgeschlossen werden, wie zum Beispiel Social Scoring.
Google betreibt neben dem Berliner Zentrum auch weitere in Paris und Accra. Justus betonte, dass jeder Google-Standort auch ein KI-Standort sei.
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Kai Wegner rührt die Werbetrommel für Berlin
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) rührte die Werbetrommel für Berlin und dankte für die Investition in den Standort Berlin. Und er erklärte, Google helfe der Stadt bereits heute bei Baustellen- und Staumeldungen und Umfahrungshinweisen. Zukünftig könnte Google auch die Ampelschaftungen in der Stadt optimieren. „Berlin soll Innovationsstandort Nummer 1 in Europa werden, KI spielt dabei eine große Rolle“, betonte Wegner.






