Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) hat in den vergangenen beiden Jahren zahlreiche Forschungseinrichtungen im Zusammenhang mit Tierversuchen kontrolliert. Grundsätzlich sei dabei eine gesetzeskonforme Haltung der Versuchstiere und Durchführung der Tierversuche festgestellt worden, teilte die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz in einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus mit.

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So gab es 2024 insgesamt 57 Kontrollen, davon 13 unangekündigt. Im vergangenen Jahr wurden 64 Kontrollen registriert, davon zwölf unangekündigt. Die „Überwachungen“ betrafen öffentliche Forschungseinrichtungen wie auch Unternehmen. Kontrollierte Einrichtungen waren unter anderem die Bayer AG, die Charité, das Bundesinstitut für Risikobewertung, die Nuvisan ICB GmbH und das Robert-Koch-Institut.

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Kontrollen offenbaren Mängel

Als Mängel wurden in Einzelfällen ohne Nennung der Einrichtungen unter anderem unzureichende Haltungsbedingungen in Bezug auf Hygiene, Luftfeuchtigkeit und Temperatur sowie eine unzureichende Dokumentation und Kontrolle der Tiere angeführt. Kritisiert wurden auch fehlende Havariekonzepte und unregelmäßige Gerätewartungen sowie Mängel bei der Raum- und Käfigkennzeichnung.

Gemäß einer früheren Antwort der Senatsverwaltung aus dem Jahr 2024 wurden 2023 genau 151 Anträge auf Experimente mit insgesamt 243.821 Tieren gestellt.

epd