„Die Leute fragen uns immer, was wir mit Berlinerinnen und Berlinern machen, die ihren Abfall nicht richtig trennen“, sagt ein Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR). Währenddessen zieht er eine Scheinleiche über den Boden, hebt sie auf einen Transportwagen und entsorgt sie schließlich in einem Müllwagen der BSR.

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Mit dem Video will das Reinigungsunternehmen auf Instagram und TikTok offensichtlich auf ironische Art für die richtige Mülltrennung sensibilisieren. Denn die sei auch eine Form von Klimaschutz, erzählt der Mitarbeiter – Ressourcen würden dadurch geschont werden. Aber ist das gelungen?

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BSR droht Müllsündern mit makabrem Schicksal – Internetnutzer begeistert: „Grandios“

Im Netz scheint das Video der BSR bei vielen Menschen gut anzukommen. „Grandios“, schreibt eine Nutzerin auf Instagram, eine andere lobt das Marketing, eine weitere dankt der Agentur, von der sie glaubt, dass sie der BSR bei der Erstellung des Reels geholfen habe. „Tatsächlich machen wir das meiste (wie das hier) selbst“, antwortet darauf eine Person aus dem Social-Media-Team der BSR. Mehr als 46.000 Mal ist das Video auf Instagram bereits angeschaut worden, 2400 Menschen haben „Gefällt mir“ geklickt. Auch auf TikTok verzeichnet es mehr als 21.000 Aufrufe (Stand Freitag 18 Uhr).

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Das Video ist im Stil einer „Mockumentary“ gedreht, einer Art fiktiver Dokumentation. Während er das, was wie die Beine einer Leiche aussieht, wegschafft, weist der in Orange gekleidete BSR-Mitarbeiter auf die Mülltrennungstipps hin, die die Berliner Stadtreinigungsbetriebe als „Abfall-ABC“ auf ihrer Website und in der App geben. Plastik in der Biotonne oder ein Apfelgriebsch im Restmüll – das könne ja mal vorkommen, sagt er ironisch. „Man könnte ja CO₂ sparen oder die Umwelt schonen“, hält er dagegen. Aber vielen sei das offenbar nicht bewusst.

Makaberes BSR-Video in sozialen Netzwerken: „Und wie trennt ihr die Leiche???“

„Bleib sauber! Trenn richtig“, wird kurz vor dem Ende auf orangefarbenem Hintergrund eingeblendet. In einer letzten Szene ist dann zu sehen, wie eine Frau eine Plastiktüte in eine Biotonne wirft und vom BSR-Mitarbeiter auf frischer Tat ertappt wird. Mit den Worten „Äh, kommen Sie mal kurz mit?“ führt er sie ab. Was der Müllsünderin nun droht, darauf hat das Video hinreichend angespielt. Makaber? Das fällt auch einem Instagram-Nutzer auf: „Sehr makaber!“, kommentiert er und fügt einen Lachsmiley hinzu. „Aber vermutlich helfen nur solche Maßnahmen!“

Auch ein Sprecher der BSR verteidigt die Social-Media-Abteilung: „Unser jüngstes Social-Media-Video ist eine satirisch-humorvolle Aufbereitung des Themas Abfalltrennung“, antwortet er auf Anfrage dieser Redaktion, ob das Video makaber sei. „Unser eigenes Social Media-Team hat das Video selbst umgesetzt. Orientiert hat es sich dabei an ähnlichen Videos hunderter anderer Accounts. Es hat einen Trend aufgegriffen“, erklärt er.

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Es seien keinerlei zusätzliche Kosten entstanden, bestätigt er außerdem. „Uns erreichen sehr viele positive Rückmeldungen. Das Video kommt bei der Community sehr gut an.“ Durchaus fallen die Kommentare unter dem Video ausschließlich positiv aus. „Und wie trennt ihr die Leiche???“, fragt eine Instagram-Nutzerin. Schließlich ist auf dem Video zu sehen, wie die Beine der „Leiche“ von Plastik umhüllt sind, auch die Hose der Person dürfe nicht im Restmüll landen, schreibt ein anderer User. Darauf antwortet die Social-Media-Abteilung der BSR lediglich mit einem Emoji: „🤐“.