Wer kennt das nicht: Ein schneller Einkauf und plötzlich ist der Kassenbon länger als erwartet. Doch was Patricia von Podewils-Seiler aus Hohen Neuendorf in den Händen hielt, sprengt selbst großzügige Vorstellungen. Ganze 4,34 Meter maß ihr Beleg nach einem Großeinkauf – und ist damit der bislang längste bekannte Kassenbon Berlins.

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Ausgelobt wurde der ungewöhnliche Wettbewerb vom Berliner Radiosender 105‘5 Spreeradio. In der wöchentlichen Aktion werden Hörerinnen und Hörer dazu aufgerufen, kuriose oder besondere Rekorde aus der Hauptstadt einzureichen. Diesmal gesucht: der längste Kassenbon aus Gastronomie oder Einzelhandel.

Zehntausende Berlinerinnen und Berliner durchforsteten daraufhin Handtaschen, Portemonnaies und Ordner nach alten und neuen Belegen – und griffen zum Maßband. Am Ende setzte sich Patricia von Podewils-Seiler durch.

Berlinerin mit 4 Meter langem Bon
Patricia von Podewils-Seiler präsentiert ihren Rekord-Kassenbon, der bei einem Einkauf im IKEA-Haus in Berlin-Tegel entstand.© Spreeradio | Spreeradio

Live-Kürung im Radio: Bon mit 528 Positionen bricht Berliner Rekord

Der Rekordbon entstand bei einem Einkauf im Möbelhaus IKEA am Standort Berlin-Tegel. Die 45-jährige Rechtsberaterin hatte dort gleich vier Einbauküchen erworben. Der Hintergrund: Sie hat ein Mehrfamilienhaus errichtet, das nun mit vier Wohnungen ausgestattet wird. „Wir sind super stolz dieses Haus zu haben und möchten die Wohnungen jetzt an nette Menschen vermieten und denen ein neues Zuhause bieten“, sagte von Podewils-Seiler im Gespräch mit dem Sender.

Am Ende seien es „528 Positionen oder so“ gewesen. Jeder einzelne Artikel – von Scharnieren über Fronten bis zu Arbeitsplatten – wurde auf dem Beleg aufgeführt. Fast eine halbe Stunde dauerte der Kassiervorgang. „Das hat echt eine ganze Zeit gedauert alles einzuscannen und als der Bon rauskam, hörte es einfach nicht auf zu drucken. Das habe ich selbst auch noch nie erlebt“, so die Rekordhalterin. Selbst das Zusammenfalten des Belegs habe sich als Herausforderung erwiesen.

Eine wichtige Frage stellte sie noch direkt an der Kasse: Was passiert im Fall einer Reklamation? Die Antwort fiel eindeutig aus – der komplette Bon müsse vorgelegt werden. „Diese 4,34 Meter lange Papierschlange muss ich immer parat haben“, sagte sie. Deshalb liege der gefaltete Beleg nun sicher verwahrt bei ihr zu Hause. Offiziell gekürt wurde die Rekordhalterin am Freitagmorgen in der Sendung „Jochen Trus am Morgen“ auf 105‘5 Spreeradio. Dort erhielt Patricia von Podewils-Seiler um 7.10 Uhr live on air ihre Urkunde.