Die Zahl der Autodiebstähle in Berlin ist deutlich zurückgegangen. Dennoch bleiben bestimmte Hersteller bei Kriminellen besonders beliebt. Das geht aus aktuellen Senatszahlen hervor, die laut „B.Z.“ von den SPD-Abgeordneten Sebastian Schlüsselburg und Martin Matz angefragt wurden.

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Am häufigsten verschwanden demnach im vergangenen Jahr Fahrzeuge des französischen Herstellers Renault. Insgesamt wurden 760 Wagen gestohlen. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 1140 Fällen, ein Minus von 33,3 Prozent. Trotz dieses deutlichen Rückgangs führt Renault weiterhin die Diebstahlstatistik an.

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Ein wesentlicher Grund dürfte die hohe Verbreitung der Marke in Berlin sein. Nach Einschätzung von Fachleuten gelten bestimmte Modelle, darunter der „Clio 4“, als attraktive Ersatzteilspender. Zudem wird die schlüssellose Zugangstechnik („Keycard“) als potenzielles Einfallstor für Täter diskutiert. Dieses Problem betrifft allerdings auch andere Hersteller.

Toyota und VW nahezu gleichauf

Auf Rang zwei folgt Toyota mit 599 gestohlenen Fahrzeugen (Vorjahr: 674). Nur knapp dahinter liegt Volkswagen mit 597 Fällen (Vorjahr: 694). Beide Marken verzeichnen ebenfalls sinkende Zahlen.

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Einen Anstieg gab es dagegen bei Peugeot: Hier erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Diebstähle von 116 auf 138 – ein Plus von 19 Prozent. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Kia aus. Wurden 2024 noch 406 Fahrzeuge der südkoreanischen Marke entwendet, waren es im vergangenen Jahr 259 – ein Minus von 36,2 Prozent.

Tempelhof-Schöneberg bleibt Hotspot

Regional betrachtet war der Bezirk Tempelhof-Schöneberg erneut besonders betroffen. Dort registrierte die Polizei 657 Autodiebstähle. Allerdings lag die Zahl im Jahr zuvor noch bei 846 Fällen – ein Rückgang um 22,3 Prozent.

Berlinweit sank die Gesamtzahl der Autodiebstähle von 7574 auf 6054. Das entspricht einem Minus von 20,1 Prozent.