Nach einer Messerattacke auf einen Reisenden im Berliner Hauptbahnhof muss sich der mutmaßliche Angreifer nun vor dem Landgericht verantworten. Er soll einen 42-jährigen Mann auf dem Bahnsteig mit acht Stichen schwer verletzt haben. Zum Prozessauftakt ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger ein Geständnis ablegen. Die Tat sei auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen, sein Mandant habe sich bedroht gefühlt, erklärte der Anwalt. Der Angeklagte bedaure die Tat und habe nicht die Absicht gehabt, das Opfer tödlich zu verletzen.

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Der nach seinen Angaben in Syrien geborene und staatenlose Mann hatte laut Anklage am 21. August vorigen Jahres gegen 8.45 Uhr einen Reisenden zunächst auf dessen Gepäck angesprochen. Der 42-Jährige habe sich in der Situation jedoch unwohl gefühlt und sich etwas von dem ihm unbekannten Mann entfernt. Dieser habe hinter dem Rücken des Opfers einen Angriff vorbereitet und zugestochen, heißt es weiter in der Anklage.
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Ein Bundespolizist, der sich in seiner Freizeit auf dem Bahnhof aufgehalten habe, sei auf das Geschehen aufmerksam geworden. Er habe schnell eingegriffen, den Verdächtigen festgenommen und dem Verletzten Erste Hilfe geleistet, teilte die Polizei damals mit. Das Opfer, ein 42-jähriger Mann, wurde unter anderem im Unterbauch, der rechten Schulter und an beiden Beinen verletzt. Eine größere Vene wurde laut Anklage getroffen, durch eine sofortige notfallmäßige Versorgung sei der Mann gerettet worden.
Gegen den angeklagten 47-jährigen abgelehnten Asylbewerber hatte die Staatsanwaltschaft zunächst Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Das Berliner Landgericht gab allerdings den rechtlichen Hinweis, dass nach vorläufiger Bewertung auch eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags oder versuchten heimtückischen Mordes in Betracht komme.
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Die Staatsanwaltschaft strebt eine unbefristete Unterbringung des 47-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Für den Prozess sind drei weitere Verhandlungstage bis zum 20. März terminiert.






