Die Grünen in Berlin verlieren eine echte Identifikationsfigur: Irmgard Franke-Dressler tritt nach mehr als 35 Jahren aus dem Landesverband aus, wie die „BZ“ berichtet. Sie könne sich, „nicht mehr mit der Politik des Berliner Landesverbandes identifizieren“, schrieb sie demnach in einer E-Mail – und wird dann noch deutlicher.

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Demnach hätten die Grünen in Berlin angesichts des „politischen Mittelmaßes“, das in Berlin regiere, „die Möglichkeit, deutliche Akzente zu setzen. Davon sehe ich die Berliner Grünen personell und inhaltlich weit entfernt“, schreibt Frank-Dressler weiter.
Irmgard Franke-Dressler: Berliner Grüne weit weg von Lebensrealität der Bürger
Ihrer Ansicht nach sind die Berliner Grünen weit von der Lebensrealität der Bürger entfernt. „Politische Akzente, die nur einen kleinen Teil der Gesellschaft im Blick haben, sind aber beim Berliner Landesverband verstärkt an der Tagesordnung“, so Frank-Dressler, die auch von „persönlichen Diffamierungen“ und „Intrigen“ innerhalb des Landesverbands spricht.
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Unter anderem sei der Landesvorstand bei der Causa Gelbhaar unprofessionell vorgegangen. Stefan Gelbhaar sah sich schweren, wie sich später heraussstellte, aber teils erfundenen Belästigungsvorwürfen ausgesetzt – und zog sich 2025 zurück. Der Ex-Bundestagsabgeordnete wagte das Comeback, scheiterte aber mit seiner Bewerbung für die Wahl zum Abgeordnetenhaus.
Franke-Dressler kehrt der Partei aber nicht gänzlch den Rücken. Ihre neue politische Heimat liegt in Kleinmachnow, sie wechselt also in den Brandenburger Landesverband der Grünen. Sie trat 1990 in die Partei ein und gilt als Urgestein der Berliner Grünen, die unter anderem von 2007 bis 2011 Landesvorsitzende der Partei war.





