Wo sonst dichtes Gedränge herrscht, sind jetzt nur vereinzelte Besucher zu sehen. Diejenigen Touristen, die sich hinausgewagt haben, sind dick eingepackt, Schicht um Schicht. Egal ob am Brandenburger Tor oder auf dem Alexanderplatz – überall zeigt sich das gleiche Bild: Hände stecken tief in den Taschen oder in dicken Handschuhen. Schals verdecken Gesichter. Das Smartphone wird nur kurz hervorgeholt. Gerade lang genug für ein winterliches Erinnerungsfoto. Der Morgenpost verraten sie, wie sie der klirrenden Kälte trotzen.
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Jérôme aus Frankreich
Jérôme besucht Berlin gemeinsam mit einem Freund für ein paar Tage. Angereist ist er aus Montpellier, nahe der Mittelmeerküste. Den eisigen Winter hatte er nicht erwartet und gibt zu, überrascht worden zu sein. Drinzubleiben, kommt für ihn aber nicht infrage. Angesichts der arktischen Kälte bei gefühlt bis zu minus 15 Grad setzt er auf viel Kleidung: Funktionsunterwäsche, dicke Socken, Wanderschuhe und gleich zwei Jacken. Ein Schal, den er sich weit ins Gesicht zieht und nur die Augenpartie frei lässt, darf natürlich nicht fehlen.

Sadi aus Albanien
Sadi ist erst gestern in Berlin angekommen. Sie kommt aus Albanien und war ebenfalls überrascht von den Minusgraden. Um die drei Tage ihres Aufenthalts gut zu überstehen, setzt sie auf das Zwiebelprinzip: Unter ihrer Winterjacke trägt sie ein T-Shirt und ein Sweatshirt. Mütze und Schal dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen.

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Antonella aus Italien
Antonella kommt aus Apulien, einer süditalienischen Region, die den Absatz des italienischen „Stiefels“ bildet. Neben ihrer riesigen, flauschigen Mütze setzt sie auf Thermounterwäsche, um sich der Sightseeing-Tour aussetzen zu können.

Rene, Sally und Becky aus dem Vereinigten Königreich
Rene hat zeitweise in München gelebt und ist regelmäßig in Deutschland unterwegs. Die Britin ist daher bestens vorbereitet: Sie trägt Skiunterwäsche und schützt ihr Gesicht so gut wie möglich vor bitterkaltem Wind. Ihre Freundinnen Sally und Becky, die sie noch aus Schulzeiten kennt, sind ebenfalls warm eingepackt. Nur bei den Handschuhen hat sich Rene vergriffen: Die Modelle aus Leder erweisen sich als Fehlentscheidung: „Wolle oder Filz hätten besser gewärmt“, erklärt sie.



Wang Ying aus China
Wang Ying kommt aus China und verbringt fünf Tage in Berlin, um die Stadt während ihrer Ferien zu erkunden. Sie setzt auch auf den bewährten Zwiebellook: Unter ihrer Jacke aus Teddystoff trägt sie ein dickes Sweatshirt und weitere Schichten Kleidung.

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Familie Ringwald aus Braunschweig
Familie Ringwald aus Braunschweig hat sich trotz des extremen Wetters für einen Tagesausflug nach Berlin entschieden. Ihr Credo lautet: „In Bewegung bleiben.“ Sie setzen auf dicke Handschuhe, Schals und Mützen, kombiniert mit robusten Wanderschuhen. Unter den Kapuzen tragen sie zusätzliche Lagen wie einen Schlauchschal und eine Mütze, um angemessen geschützt zu sein.

Jesus aus Spanien
Jesus aus Valencia ist für die Fruit Logistica, die internationale Leitmesse des Fruchthandels, in Berlin. Das kalte Wetter in Deutschland kennt er wegen regelmäßiger Besuche mittlerweile gut – auch wenn dieser Berliner Winter für ihn in besonderer Erinnerung bleiben dürfte: Unter seinem Winterparka trägt er eine Steppjacke sowie Leggings unter der Hose.

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Kelley aus Schweden
Kelley aus Göteborg ist Architekturstudentin und eine echte Wetter-Expertin. In Skandinavien sinken die Temperaturen im Winter häufig in den zweistelligen Minusbereich.

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Ihre Expertise, um dem frostigen Wetter zu trotzen, lautet: Lagen über Lagen. Während sie mit ihren Kommilitonen eine Woche lang die architektonischen Highlights der Hauptstadt erkundet, trägt sie mindestens vier Schichten Kleidung. Eine davon ist „auf jeden Fall Fleece“, das besonders warm hält.









