Kommt jetzt der Berliner Olympia-Express ins Rollen? Lange war es still um die Berliner Bewerbung, auffallend still. Jetzt soll sich das ändern.

Am Freitag stellte der Olympia-Beauftragte Kaweh Niroomand im Velodrom die Marketingkampagne für die Bewerbung vor, mit der die Berliner für die Spiele „begeistert“ werden sollen. Zahlreiche Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik waren dabei; darunter der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU), Sport- und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU).

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„Das ist kein 100-Meter-Lauf, sondern ein Marathon“, sagte Wegner, bekanntermaßen sportbegeistert, zur Bewerbung. „Aber mit Marathons haben wir in Berlin auch beste Erfahrung.“

Olympia-Kampagne in Berlin: Doppeldeutiger Slogan

Die Kampagne trägt den Berliner Bär als Leitmotiv und ist in den olympischen Farben gehalten, der Slogan kann auf den Motiven in zwei Varianten gelesen werden. Zum einen „Berlin gewinnt Olympia“ als Zeichen des selbstbewussten Einstiegs in den nationalen Wettbewerb um den Zuschlag für die Bewerbung. Zum anderen „Berlin gewinnt mit Olympia“, um zu verdeutlichen, dass die Stadt auf allen Ebenen von den Olympischen Spielen profitieren könnte.

„Jeder Sportler weiß: Wenn man siegen will, muss man zunächst daran glauben. Dann muss man dafür hart arbeiten. Und dann muss man es richtig umsetzen“, sagte Niroomand in Anlehnung an den Slogan. Die Kampagne soll nun auch die vielen kritischen Stimmen überzeugen, die es in der Stadt bezüglich der Bewerbung noch gibt. Innensenatorin Spranger gab sich diesbezüglich selbstbewusst: „Berliner sind immer kritisch. Aber wenn es dann darauf ankommt, sind sie alle mit dabei!“

Kiez-Tour zur Olympia-Bewerbung startet in Charlottenburg

Auf der Bühne waren auch viele eingeladene Kinder in bunten Olympia-Shirts, wodurch die Initiative untermauern wollte, dass die Bewerbung vor allem dem Nachwuchs dienen solle. Die Konkurrenz-Initiative „KölnRheinRuhr“ inszenierte sich ganz ähnlich.

Doch alle Beteiligten im Velodrom konzentrierten sich eher darauf, die Stärken Berlins herauszustellen. Dazu sollen auch die Beteiligungsformate gehören, die ebenfalls zeitnah beginnen werden. Ab 12. Februar können die Berliner online unter mein.berlin.de ihre Ideen für die Olympischen Spiele einbringen. Ab dem 13. Februar startet die Kiez-Tour durch alle Bezirke mit erstem Stopp im Bikini Berlin in Charlottenburg.