Die Handwerkskammer Berlin meldet in Sachen Ausbildung einen großen Erfolg. Der vom Senat geforderter Zuwachs an Ausbildungsverträgen aus dem Bündnis für Ausbildung sei erfüllt und übertroffen worden, teilte sie am Freitagmorgen mit.

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Das Berliner Handwerk meldete zum Jahresende 2025 insgesamt 524 zusätzliche Ausbildungsverträge im Bereich der betrieblichen Ausbildung gegenüber 2023. Das sind 8.143 Ausbildungsverträge (plus 6,9 Prozent) gegenüber 7.619 zum Stichtag am 31. Dezember 2023.
Damit stellt das Handwerk nach eigenen Angaben knapp ein Viertel aller Ausbildungsverträge in Berlin und erfüllt somit seinen Anteil an den im „Bündnis für Ausbildung“ geforderten 2000 zusätzlichen Ausbildungsverträgen. Die Handwerkskammer Berlin war im November 2025 aus Protest gegen die geplante Ausbildungsplatzabgabe aus dem Bündnis ausgetreten. Zusammen mit der IHK hatte sie die geplante Abgabe mehrfach als das falsche Instrument kritisiert.
Handwerkskammer: keine neuen bürokratischen Belastungen für Betreibe
„Die positive Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis des gemeinsamen Einsatzes von Ausbildungsbetrieben, Innungen, Ehrenamtlichen und Partnern in der Berufsbildung, die sich Tag für Tag mit zahlreichen Maßnahmen wie Speed-Datings, Ausbildungsmessen, Vermittlungsbörsen und persönlicher Beratung für die duale Ausbildung im Handwerk stark gemacht haben. Ihnen gilt unser Dank“, sagt Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin.
Mit Blick auf den Berliner Senat erklärte Wittke: „Das beweist einmal mehr, dass die Attraktivität der dualen Ausbildung nicht mit zusätzlichen Abgaben oder neuen bürokratischen Belastungen für Betriebe gesteigert werden muss.“
Weniger Azubis haben ihre Ausbildung abgebrochen
Die Handwerkskammer meldete gleich noch einen weiteren Erfolg: Denn es gelingt offenbar wieder besser, Auszubildende im Ausbildungsverhältnis zu halten. Die Zahl der vorzeitigen Lösungen von Ausbildungsverhältnissen ist um gut 13 Prozent zurückgegangen. 2023 waren es 1764, 2025 nur noch 1533.
Hier hätten vor allem Beratungsangebote, feste Ansprechpartner und der persönliche Austausch dazu beigetragen, die Ausbildungsverhältnisse zu stabilisieren und Abbrüche zu vermeiden, so die Kammer.
„Diese Erfolgszahlen zeigen, dass unsere Betriebe Verantwortung übernehmen – für junge Menschen, für die Zukunft Berlins und die Versorgung der Stadt. Eine Ausbildung im Handwerk ist mehr als nur ein unterschriebener Vertrag: Sie lebt von engagierten Betrieben und begeisterungsfähigen jungen Menschen,“ erklärte Carola Zarth, Präsidentin der Handwerkskammer Berlin. Die Kammer hat ihre Erfolgszahlen bereits an den Berliner Senat gesendet. Eine Reaktion steht bislang noch aus.




