Dass sich Harry Styles in Berlin wohlfühlt, ist wohl längst kein Geheimnis mehr. Wie sehr ihm die Hauptstadt allerdings dabei geholfen hat, die schönen Seiten des Lebens fernab des Rampenlichts zu genießen und wie viel Berlin in seinem neuen Album „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ (erscheint am 6. März) steckt, hat er nun erstmals in einem Interview mit dem Radiosender „Capital FM“ verraten.

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So wollte der Radiomoderator mehrfach von Styles wissen, wie seine Zeit im Sommer 2025 auf Ibiza war, ehe der Popstar slebst klarstellte: „Auf Ibiza war ich nur ein paar Mal zum Feiern, ich habe eher viel Zeit in Berlin verbracht.“ So sei er in der Hauptstadt viel mit Freunden ausgegangen, „ich habe lustige und interessante Menschen getroffen und habe viel verschiedene Musik gehört“, so Styles. Irgendwann habe er dann gemerkt, wie Erlebnisse in Berlin, seine Art Musik zu machen, beeinflusst haben.

Harry Styles in Berlin: Popstar lernt in der Hauptstadt, die Musik wieder zu fühlen

Vor allem das Gefühl bei Konzerten in Berlin „mit Freunden in einer Menschenmenge zu sein und sich an Orten aufzuhalten, an denen man sich sicher genug fühlt, um entspannt zu tanzen“, sei wichtig gewesen und habe ihm gut getan. Das gelte auch insgesamt für seine dreijährige Pause nach Abschluss seiner „Love On Tour“ 2023. Danach habe er den Fokus mehr auf andere Aspekte seines Lebens gelegt. „Diesen Dingen habe ich vorher nicht so viel Beachtung geschenkt“, so Styles, der während seiner Auszeit vor allem viel Wert darauf legte, zu fast allen Einladungen seiner Freunde „Ja“ zu sagen. „Das war so wichtig für mich“, so Styles. Auch die Perspektive zu wechseln und einfach nur Zuschauer bei Konzerten oder anderen Musikevents zu sein, sei wichtig gewesen, „um die Musik wieder lieben zu lernen“.

Fans hören neue Single von Harry Styles
Zahlreiche Menschen standen vor einem Plattenladen im Berliner Stadtbezirk Neukölln Schlange, um im Shop die neue Single von Harry Styles hören zu können. © Lisa Forster/dpa | Lisa Forster

Seit dem Frühjahr 2025 wurde Styles mehrfach in Berlin gesichtet, mal beim Spazieren in Mitte, nahe der Hansa-Studios in Kreuzberg oder, wie zuletzt, im Berghain. Auch als Marathonläufer unter dem Alias „Sted Sarandos“ macht Styles im Oktober eine gute Figur. Der einstige „One Direction“-Sänger und heutige Weltstar scheint wie einst David Bowie gegen Ende der 1970er Jahre auf die Anonymität in der Großstadt zu setzen und das urbane Berlin dabei in vollen Zügen zu genießen.

Passend dazu konnten u.a. Berliner Fans zuletzt in einem Neuköllner Plattenladen die Single „Aperture“ vor dem offiziellen Release hören. Dementsprechend groß war die Verwunderung und auch Verärgerung in den sozialen Medien, nachdem bekannt wurde, dass bislang im Rahmen seiner „Together, Together“-Tour keine Konzerte in Deutschland geplant sind – noch nicht einmal in Berlin.