Ein Jugendlicher hat im U-Bahnhof Deutsche Oper in Charlottenburg einen tödlichen Stromschlag erlitten, als er seine heruntergefallene E-Zigarette aus dem Gleisbett holen wollte.

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Laut Angaben der Berliner Polizei hatte der 17-Jährige zu einer feiernden Gruppe gehört und versucht, sich seine unter einen stehenden Zug gefallene Vape wiederzuholen. Dabei kam er an die Schiene und erlitt den fatalen Stromstoß. Der Jugendliche starb noch vor Ort. Der tödliche Unfall ereignete sich gegen 3.10 Uhr in der Nacht zu Samstag.

Tödlicher Stromschlag im U-Bahnhof Deutsche Oper – 17-Jähriger wollte E-Zigarette aus Gleisbett holen

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen sieht die Polizei keine Anhaltspunkte für eine Fremdschuld. Die Freunde des Verstorbenen standen laut Polizei „unter dem Eindruck des Geschehens“. Sie wurden demnach von Rettungskräften erstversorgt und anschließend von Notfallseelsorgern betreut.

Für die Dauer des Feuerwehreinsatzes war der Zugverkehr der U-Bahn-Linie 2 zwischen den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Theodor-Heuss-Platz bis etwa 4.15 Uhr unterbrochen. Die örtlich zuständige Kriminalpolizei ermittelt.

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Jugendlicher stirbt wegen Stromschlags im Gleisbett – die BVG äußert sich

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) äußerten sich tief betroffen. „Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei den Angehörigen und Freund*innen des Unfallopfers“, teilte das Unternehmen mit. 

Die U-Bahnen in Berlin werden den Angaben zufolge über eine sogenannte Stromschiene versorgt. „Diese Stromschienen stehen im Regelbetrieb dauerhaft unter einer Spannung von 750 Volt Gleichstrom“, teilte die BVG weiter mit. Der kontinuierliche Stromfluss sei grundlegende Voraussetzung für den sicheren und zuverlässigen Betrieb. 

Bei dem Zug auf dem betroffenen Gleis habe es sich um eine für den Betrieb ab Samstagmorgen abgestellte U-Bahn gehandelt. „Auch abgestellte Züge benötigen Strom, unter anderem für sicherheitsrelevante Systeme und betriebliche Funktionen“, erklärte das Unternehmen. „Deshalb gilt ausnahmslos: Der Gleisbereich darf niemals betreten werden.“ Die BVG appelliere immer wieder ausdrücklich und mit Nachdruck, dass das Betreten des Gleisbereichs lebensgefährliche und tödliche Folgen haben könne. 

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Zu tödlichen Unfällen im Berliner Nahverkehr kommt es immer wieder. Im Jahr 2023 hat ein Mann durch Kontakt mit der Stromschiene am U-Bahnhof Britz-Süd in Berlin-Neukölln einen tödlichen Schlag erlitten.

Im Dezember desselben Jahres stürzte ein 18-Jähriger am U-Bahnhof Alexanderplatz auf die Gleise, er wurde von einer U-Bahn überfahren und tödlich verletzt. 2024 ist ein Mann im U-Bahnhof Samariterstraße von einer U-Bahn mitgeschleift und tödlich verletzt worden. Im Februar 2025 fiel ein 83-Jähriger in das Gleisbett einer Tram und starb.

viv/bee/dpa