Am Donnerstag ist es in der Leitstelle der Berliner Feuerwehr in Charlottenburg-Nord zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Telefon und E-Mail waren über mehrere Stunden ausgefallen, eine Ausweichstelle musste eingerichtet werden. Der Notruf 112 soll von der Störung zwar nicht betroffen gewesen sein, allerdings wurden verzögerte Alarmierungen innerhalb der Feuerwehr gemeldet. Der Vorfall ereignete sich gegen 12.50 Uhr. Zuerst hatte die „B.Z“ berichtet.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte auf Nachfrage, dass es eine „technische Einschränkung“ in der Leitstelle der Feuerwehr gegeben habe, durch die es zu einer Verzögerung bei der Bewältigung von Notrufen gekommen ist. Das habe kurzfristige Auswirkungen auf die Koordinierung von Einsätzen gehabt. Die technische Einschränkung sei durch eine Spezialfirma wieder behoben worden, hieß es am Nachmittag. Ein internes Rundschreiben, das der Berliner Morgenpost vorliegt, macht Bauarbeiten für den Stromausfall verantwortlich. Auf dem Gelände am Nikolaus-Gross-Weg wird gerade eine Leitstelle neu gebaut.
Gegen 15 Uhr sei wieder „alles in Betrieb“ gewesen, so der Sprecher weiter. „Die Notrufbearbeitung läuft wieder störungsfrei.“ Momentan laufe alles über eine Rückfallebene. „Wir müssen die Systeme jetzt wieder hochfahren und prüfen, was die Ursachen waren und welchen Ausmaß der Schaden hat.“
Ursache für den Stromausfall der Leitstelle könnten Bauarbeiten sein
Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP, sprach von einem „Super-GAU“. Auf der sozialen Plattform X schrieb er: „In der Leitstelle der Berliner Feuerwehr heißt es heute #BlackoutDonnerstag! Telefone tot, Outlook ist ausgefallen. Man hat Sofortmaßnahmen ergriffen, eine Ausweichleitstelle wurde mit sechs Kollegen besetzt“. Die GdP vertritt in Berlin auch Feuerwehrleute.
Anfang des Monats hatte ein Stromausfall im Berliner Südwesten Zehntausenden Haushalte Dunkelheit und Kälte beschert. Die linksextremistische Vulkangruppe beanspruchte den Anschlag auf die Stromversorgung für sich. Eine Einflussnahme Dritter wird im Fall des Stromausfalls an der Feuerwehr-Leitstelle jedoch ausgeschlossen.




