Ed Sheeran macht es, Heidi Klum ebenso, und auch Berliner Politiker sind dabei: Auf der Plattform Instagram gibt es aktuell einen neuen Trend. Zahlreiche Prominente wie auch normale Nutzer teilen alte Fotos aus dem Jahr 2016. Rund 38 Millionen Beiträge gibt es inzwischen, die mit dem Hashtag #2016 versehen sind. Der Trend lässt die Zeit vor zehn Jahren noch mal aufleben, verbunden mit einer Spur Nostalgie: Es tauchen Fotos auf, die mit damals modernen Filtern bearbeitet wurden, viele der Bilder wirken weniger inszeniert und perfekt, als es heute oftmals der Fall ist. Über allem liegt der Eindruck, dass die Menschen 2016 eine wirklich gute Zeit hatten – auch wenn, natürlich, in dem Jahr längst nicht alles gut war.

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Dass auch Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) den Trend aufgegriffen hat, ist dabei wenig überraschend. Sie ist wohl das Senatsmitglied, das auf Instagram am aktivsten ist. Zu dem Zeitpunkt war sie Bezirksbürgermeisterin in Neukölln; passenderweise teilte sie ein altes Foto aus ihrem damaligen Büro im Neuköllner Rathaus.

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Auch SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach macht den Hype ums Jahr 2016 mit und hat in einem Beitrag gleich mehrere, auch private Fotos und Videos veröffentlicht. Darunter ist ein Bild von seiner Hochzeit und ein Clip, in dem Krach vorn in einem Lastenrad sitzend durch den Park am Gleisdreieck gefahren wird – und nebenbei auf dem Handy Fußball schaut, wie er schreibt.

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Schlagzeilen aus dem Jahr 2016 sind auch im Jahr 2026 noch aktuell

Ein Blick ins Archiv der Berliner Morgenpost verrät, was im Jahr 2016 die Schlagzeilen in der Hauptstadt bestimmte – wobei erstaunlich ist, wie viel davon auch heute noch aktuell ist. Um unter anderem kurz bei Franziska Giffey zu bleiben: Eine Überschrift aus dem November 2016 lautete: Giffey fordert Verlängerung der U7 zum Flughafen BER. Im Unterschied zu damals ist der Flughafen BER zwar inzwischen in Betrieb, die Forderung aber unterstützt die Sozialdemokratin bis heute. Denn von einer Umsetzung ist das Projekt auch heute, zehn Jahre später, noch weit entfernt.

In eine ähnliche Richtung ging ein Titel aus dem Juni. Die Schlagzeile: „Neue Pläne: Sechs U-Bahn-Linien in Berlin sollen verlängert werden“. Genannt wurden damals, neben der U7, weitere Linien, die heute noch auf dem Plan stehen, wie die U8 ins Märkische Viertel, die U3 zum Mexikoplatz und die U2 in Pankow.

George Clooney, Barack Obama, Adele – alle waren 2016 in Berlin

Ebenfalls in die heutige Zeit passen würde die Schlagzeile „Rechnungshof rügt Zustand der Berliner Brücken“. Die damalige Rechnungshofpräsidentin Marion Claßen-Beblo verwies bereits im Mai 2016 darauf, dass drei Viertel aller Brücken in Berlin saniert werden müssten, kritisierte den Sanierungsstau und den fortschreitenden Verfall der Bauwerke. Passend dazu lautete ein weiterer Titel: „Autobahndreieck Funkturm bröckelt“. Die heute zuständige Projektgesellschaft Deges hofft, für den Neubau des Verkehrsknotens in diesem Jahr auf eine Baugenehmigung. Auch das Problem, dass Wohnen in Berlin immer teurer wird, war schon 2016 ein Thema. Im Januar titelte die Berliner Morgenpost: „Mieten steigen um fünf Prozent“. Genauso beschäftigte der Görlitzer Park die Stadt. Verkündet wurde damals ein neues Konzept, um die Situation in der Grünanlage zu befrieden.

George Clooney 2016 in Berlin
Schrieb 2016 Autogramme in Berlin: George Clooney kam in dem Jahr zur Berlinale nach Berlin.© BM | Joerg Krauthoefer

Berlin empfing im Jahr 2016 aber auch zahlreiche Prominente: Barack Obama reiste ein letztes Mal als US-Präsident nach Berlin – Anfang 2017 trat Donald Trump seine erste Amtszeit an. Hollywood-Star George Clooney kam für die Berlinale in die Hauptstadt. Sängerin Adele trat in der Uber-Arena auf, die damals noch Mercedes-Benz Arena hieß. Und Facebook-Chef Marc Zuckerberg traf in Berlin Politiker sowie Nutzer seines sozialen Netzwerks und joggte, in Begleitung von Bodyguards, durchs Brandenburger Tor. Viele weitere Stars kamen zum Festival Lollapalooza, damals in den Treptower Park.

Pal Dardai / Trainer Hertha BSC
Der damalige Trainer von Hertha BSC, Pal Dardai, wurde 2016 zum Berliner des Jahres gewählt.© Reto Klar | Reto Klar

Noch deutlich besser als heute sah die Lage im Jahr 2016 bei Hertha BSC aus. Cheftrainer Pal Dardai wurde von der Berliner Morgenpost sogar zum Berliner des Jahres gekürt – weil er den Klub in die Nähe der Champions-League-Plätze führte. Zumindest das Pokal-Halbfinale, das Hertha damals erreichte, ist aber auch 2026 noch drin. Zum zehnten Mal wird sich dieses Jahr allerdings auch ein Ereignis jähren, das Berlin 2016 kurz vor Weihnachten in einen Schock versetzte. Beim islamistischen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz starben am 19. Dezember zwölf Menschen, ein weiteres Opfer erlag fünf Jahre später seinen Verletzungen.