Mehr Tierwohl, mehr umweltgerechte Landwirtschaft: Auch in diesem Jahr findet mit dem Start der „Grünen Woche“ in Berlin die sogenannte „Wir haben es satt“-Demonstration statt. Das gleichnamige Bündnis nimmt die Landwirtschafts- und Ernährungsmesse zum Anlass, am Samstag in der Hauptstadt faire Erzeugerpreise, eine artgerechte Tierhaltung und Klimagerechtigkeit einzufordern.
Grüne Woche in Berlin – die beliebte Messe in Bildern
Beginn der Protestaktion ist 12 Uhr am Brandenburger Tor. Dort findet zunächst die Auftaktkundgebung statt. Anschließend ist ein Demonstrationszug geplant. Es ist bereits die 16. derartige Demonstration des Bündnisses in Berlin, dem nach eigenen Angaben rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft angehören. Im vergangenen Jahr folgten dem Aufruf den Organisatoren zufolge rund 9000 Teilnehmer.
Kritik an Mercosur-Abkommen: Landwirtschaft und Klima unter Druck
Die Initiatoren kritisierten im Vorfeld auch das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten. Das Abkommen bedeute „Abholzung, Ausbeutung und Umweltzerstörung in den Ländern des Globalen Süden“. Die Bundesregierung beschließe derzeit „einen agrarpolitischen Rückschritt nach dem anderen“. Der Umbau der Tierhaltung stocke und es gebe keine verpflichtende und umfassende Haltungskennzeichnung, obwohl sich die meisten Menschen für mehr Transparenz aussprechen würden. Auch heize die industrialisierte Tierhaltung die Klimakrise weiter an.
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Von dieser Politik würden „Agrochemiekonzerne und die exportfixierte Fleisch- und Milchindustrie“ profitieren, während Bäuerinnen und Bauern um ihre wirtschaftliche Existenz bangen. Jedes Jahr stellten rund 2.600 Höfe ihren Betrieb ein. Ähnlich dramatisch sei die Situation im Lebensmittelhandwerk, etwa für Bäckereien. Gleichzeitig kosteten Lebensmittel heute etwa 30 Prozent mehr als 2021. Es benötige faire Marktbedingungen für Bäuerinnen und Bauern, um kostendeckende Preise zu erzielen.

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Die Agrarmesse Grüne Woche war am Freitag gestartet und steht vor dem ersten Besucherwochenende. Bis kommende Woche Sonntag werden auf der Landwirtschaftsschau rund 325.000 Besucherinnen und Besucher erwartet.
AFP/epd/jle





















