Drogen-Lieferdienste in Berlin scheinen neue Wege in Sachen Eigenwerbung zu erschließen. Nach Visitenkarten und QR-Codes gibt es nun Drogen-Flyer. Was steckt dahinter?

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Die bedruckten Zettel, die für Drogen-Lieferdienste in der Hauptstadt werben, werden demnach in private Briefkästen, zum Beispiel in Friedrichshain, verteilt. „Mike VIP Shuttle“ heißt es etwa als Überschrift, es folgt eine Telefonnummer für den Whatsapp-Messenger und die Ansage einer Mindestbestellung von 50 Euro. 

Polizei alarmiert: Drogendealer in Berlin werben jetzt mit Flyer

Auf der Rückseite wird es konkreter. Aufgelistet werden bekannte Drogen, verziert jeweils mit kleinen Symbolen: „Coke“ (Kokain), „Weed“ (Cannabis), „Speed“ (Aufputschmittel), „MDMA“ (Ecstasy). Bei Whatsapp findet sich unter der Telefonnummer tatsächlich ein Kanal mit dem Titel „Mike VIP“, sogar eine Ersatz-Nummer wird angegeben, falls es Probleme gibt.

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Die Polizei spricht von einer Variation der bereits länger bekannten Verteilung von Visitenkarten von Drogendealern oder anderen Werbemethoden. Im Herbst waren zuletzt in Berlin bunte Werbeaufkleber an Straßenlaternen und Stromkästen mit QR-Codes zu Drogen-Lieferdiensten aufgetaucht. Auch in anderen Großstädten wie Hamburg waren die Aufkleber zu sehen. 

Schon seit vielen Jahren werden in Berlin verschiedene Drogen von den Dealern mit Autos, sogenannten Kokstaxis, zu Kunden und verabredeten Straßenecken geliefert. Die Bestellungen laufen über Messenger-Kanäle wie Telegram oder Whatsapp. Benutzt werden Prepaid-Handys mit falschen Namen. Fast täglich fasst die Polizei Fahrer, die Drogen ausliefern. An die Hintermänner zu kommen, ist allerdings schwieriger. Und Ersatz für festgenommene Fahrer lässt sich in der Szene offenbar leicht finden.

dpa/rk