Wegen eines zweitägigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst kann es heute und morgen zu Einschränkungen in Berliner Kitas und Schulen, aber auch in Behörden oder Hochschulen kommen.

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An Schulen etwa kann nach Angaben der Gewerkschaft GEW am Mittwoch Unterricht oder die Hortbetreuung am Nachmittag ausfallen. Komplette Schulschließungen seien eher nicht zu erwarten, so die GEW. Viele Lehrkräfte sind verbeamtet und dürfen somit nicht streiken. 

Bei den Kitas sind nur die kommunalen Einrichtungen betroffen – die aber im Gegensatz zu den Schulen über zwei Tage. Der Kita-Eigenbetrieb City etwa teilte mit, dass von seinen 58 Einrichtungen am ersten Warnstreiktag eine und am zweiten Warnstreiktag zwei komplett geschlossen bleiben. An 14 beziehungsweise 13 weiteren sei mit Einschränkungen zu rechnen. „Wir versuchen aber, alle Elternbedarfe abzudecken“, sagte Geschäftsführerin Claudia Freistühler. Beim jüngsten Warnstreik am 18. Dezember hatten sich Eltern teils auch stärker vernetzt und gegenseitig geholfen, um die Kleinen zu betreuen.

Warnstreik auch in Berliner Hochschulen und Behörden 

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi werden am Mittwoch auch Hochschulen, Polizeidienststellen, das Landeseinwanderungsamt, das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten und die Feuerwehr bestreikt. Das betrifft Angehörige von Polizei und Feuerwehr, soweit sie keine Beamten sind. Notdienstvereinbarungen stellen sicher, dass die Arbeit dieser Behörden insbesondere in Notfällen nicht eingeschränkt ist. 

Weiterer Warnstreik am Donnerstag

Am Donnerstag ist ein weiterer Warnstreiktag geplant. Dann trifft es etwa Bezirksämter und damit auch den Service der Bezirksämter. Aufgerufen zum Ausstand sind zudem erneut Kita-Beschäftigte, aber auch Mitarbeiter aus den Senatsverwaltungen, Bezirksämtern und Forstbetrieben. 

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Deutliches Gehaltsplus gefordert

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder sieben Prozent mehr Geld im Monat, zur Stärkung unterer Lohngruppen mindestens 300 Euro. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft zwölf Monate laufen. 

Am Donnerstag beginnt in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde. Bei der ersten Verhandlungsrunde am 3. Dezember gab es keine nennenswerten Fortschritte. Die TdL, zu der auch Berlin gehört, wies die Gewerkschaftsforderung als zu hoch zurück. Sie legte für die Arbeitgeberseite zunächst kein eigenes Angebot vor.

Im öffentlichen Dienst Berlins, darunter in Landesverwaltungen, Bezirken, Schulen und Hochschulen und Kita-Eigenbetrieben, sind laut Statistikamt mit Stand von Mitte 2024 gut 231.000 Menschen beschäftigt. Darunter sind knapp 68.000 Beamte, die nicht streiken dürfen. In der Regel überträgt das Land Berlin den Tarifabschluss für die Landesangestellten auf die Beamten.

tok mit dpa