Liebe Leserin, lieber Leser,

was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages:

• Integrations-Senatorin Cansel Kiziltepe äußert sich am Sonnabend zur Flüchtlingspolitik. Fast 40.000 Menschen wurden in diesem Jahr allein in Berlin eingebürgert. 2027 könnte es zu einem neuen Anstieg kommen, dann können geflüchtete Ukrainer, die 2022 nach Berlin kamen, sich einbürgern lassen.

• Um 13.30 Uhr findet vor der Berliner Botschaft des Iran an der Podbielskiallee 65/67 die Kundgebung „Solidarität mit dem Volksaufstand im Iran – Stopp der Gewalt gegen Demonstrierende“ statt. Zeitgleich sind weltweit 21 ähnliche Demonstrationen geplant.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

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• Die Stiftung Mitte Berlin veranstaltet ab 11 Uhr eine Führung zu Mittes historischen Brücken. Wie stabil sind sie wohl? Treffpunkt für die Führung ist am Palais Ephraim, Poststraße 16.

Neues aus Berlin
Neues aus Berlin

Der Schock war den Menschen im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana anzusehen. Das unfassbare Brand-Unglück in der Bar kostete 40 jungen Menschen das Leben, 119 wurden größtenteils schwer verletzt.

Auch die Berliner Feuerwehr bot am Freitag den Rettungskräften in dem Schweizer Ort Hilfe an. Noch ist unklar, in welcher Form die Kräfte aus Berlin unterstützen können.

Doch könnte ein ähnliches Unglück sich auch in Berlins Clubs und Bars ereignen? Wer sich die verstörenden Videos ansieht, die im Internet kursieren, könnte zu der Antwort kommen: Ja, das ist möglich. Der Berliner Katastrophenschützer Philipp Cachée hat sich das Material angesehen. Cachée lehrt unter anderem an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin zum Thema Notfallmanagement. Seine Beobachtungen teilt er im Gespräch mit Philipp Siebert.

Einige der Videos sind unmittelbar bei Ausbruch des Feuers entstanden. Panik ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu erkennen. Zunächst flieht niemand, es sind weder Warnsignale zu hören noch sieht man Menschen mit einem Feuerlöscher. Ein Jugendlicher versucht, die Flammen mit einem Tuch auszuschlagen. Erst als schon Teile des Tresens in Flammen stehen, versuchen sich die Menschen über eine Treppe in Sicherheit zu bringen. Viel zu spät.

Trauernde stellen am Freitag Kerzen vor dem Unglücksort im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana auf.
Trauernde stellen am Freitag Kerzen vor dem Unglücksort im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana auf.© AFP | Maxime Schmid

Cachée schockiert das fehlende Bewusstsein für die tödliche Gefahr. Wenn die erste Reaktion der Griff zum Telefon sei, verlerne man, sein Umfeld sensibel zu betrachten, eine Notsituation zu erfassen und entsprechend zu reagieren. „Die urmenschlichen Instinkte werden quasi auf stumm geschaltet“, so Cachée. Ein Phänomen, wie es sich in der Silvesternacht auch auf Berlins Straßen inmitten heftigsten Feuerwerks zeigte.

Ausgelöst wurde der verheerende Brand durch Tischfeuerwerk, das an Champagnerflaschen befestigt war. Eine Situation, die durchaus auch in Berliner Clubs denkbar ist. Wie der Brandschutz in den Bezirken kontrolliert wird, hat Philipp Siebert aufgeschrieben. Cachées Fazit: „Es müsste viel mehr unangekündigte Kontrollen geben“

Außerdem wichtig
Außerdem wichtig

Keine Wohnungen auf dem Tempelhofer Feld: Straßen vor Schulen und Kitas sollen grüner werden, auf dem Tempelhofer Feld aber keine Wohnungen entstehen. Welche Vorstellungen er für die Fläche stattdessen hat, erklärt der Spitzenkandidat der Berliner SPD, Steffen Krach, im Interview mit Joachim Fahrun.

Wenn der Lokführer zu spät kommt: Die Unpünktlichkeit der Berliner S-Bahn hat auch Konsequenzen für die Zugführer. Sie kommen mitunter selbst zu spät, berichtet Jessica Hanack.

Deutlich weniger Müll: Der erste Augenschein hatte es schon vermuten lassen. In diesem Jahr ist zum Jahreswechsel tatsächlich weniger Müll angefallen. Nun liegt die Bilanz vor.

Wertvolle Sneaker gestohlen: Ein schwerer Einbruch in mehrere Lagerräume der Kette Shurgard hat betroffenen Kunden massive Verluste gebracht. Wertvolle Sneaker im Wert von 180.000 Euro sollen gestohlen worden sein. Alexander Rothe hat mit den Betroffenen gesprochen.

Great 10 K
Laufen wie beim Great 10 K der Morgenpost. Am 18. Januar starten wir zum Neujahrslauf.© Berliner Morgenpost | Florentine Lippmann

In eigener Sache - Sport nach Neujahr: Sie brauchen auch dringend Bewegung nach all den Feiertagen? Wir auch. Darum starten wir am 18. Januar um 12 Uhr zu unserem „Anlauf 2026 - dem Neujahrslauf der Berliner Morgenpost“. Wir wollen damit an unser Lauftraining zum Great 10 K anknüpfen, das wir 2025 zum ersten Mal veranstaltet haben. Anmelden können Sie sich für den Neujahrslauf unter http://www.mrgnpst.de/10k-club. Hier erfahren Sie auch den Treffpunkt. Wenn sich genug Interessierte finden, wollen wir einen Laufclub der Berliner Morgenpost gründen. Einmal im Monat gemeinsam laufen – und dazu natürlich wieder ein Lauftraining für den nächsten Great 10K wie im vergangenen Jahr.

Ich wünsche Ihnen noch ein entspanntes Wochenende, bevor der Alltag wieder beginnt!

Ihre Heike Dietrich,
Leitende Redakteurin

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