Unbekannte Täter haben in Berlin-Kreuzberg den Nachtclub „Sinatra Club 04“ an der Audre-Lorde-Straße mit Sprengstoff angegriffen. Zeugenaussagen zufolge sollen zwei Maskierte am Dienstag gegen 5 Uhr morgens eine der aufklappbaren Schaufensterscheiben des Ladens geöffnet und eine Handgranate hineingeworfen haben, wie ein Polizeisprecher sagte. Anschließend sei es in dem Lokal zu einer Explosion gekommen. Zum Schadensausmaß wurde zunächst nichts bekannt.

Es habe diverse Einschläge an den Innenseiten der Scheiben gegeben, hieß es. Verletzt wurde niemand. Die mutmaßlichen Täter seien unerkannt entkommen. Kriminaltechniker sicherten am frühen Morgen die Spuren.
Heute Morgen kam es in einem Lokal in #Kreuzberg zu einer Explosion. Zuvor sollen zwei maskierte Unbekannte die Fensterfront des Lokals geöffnet haben. Anschließend sollen sie eine Handgranate in das Lokal geworfen haben und geflüchtet sein. Unser #LKA führt vor Ort die… pic.twitter.com/2B4nmjf4e5
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) December 16, 2025
Die Polizei vermutet, dass die Angreifer zur organisierten Kriminalität gehören. Aus Sicherheitskreisen heißt es, auf das Lokal sei zuletzt schon einmal geschossen worden. Der Staatsschutz und die erst kürzlich eingesetzte spezielle Aufklärungseinheit für Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität „Ferrum“ ermitteln.

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„Wir sind erstmal froh, dass keiner durch diesen Wahnsinn verletzt wurde“, sagt Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP. „Die Kollegen der BAO Ferrum werden ergebnisoffen in alle Richtungen ermitteln, mögliche Zeugen oder Bildmaterial auswerten, um die flüchtigen Täter zu überführen.“ Seit Monaten registriere man, dass die Szene gerade im Bereich Schutzgelderpressung aufrüste, um Absatzmärkte zu klären. „Wenn man mit eine Handgranate in einem Gebäude detonieren lässt, ist das eine klare Warnung“, so Jendro. „Was man zunehmend feststellen kann, ist, dass hier auch viele junge Leute extra für solche Taten mit Geld sowie Aufstiegschancen in der OK angeworben werden.“
dpa/JP




