Bei einer Anti-Polizei-Demo am Samstag in Berlin-Friedrichshain ist es nach Behördenangaben zu Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen. Acht Polizisten hätten Verletzungen erlitten. Ein Beamter habe seinen Dienst beenden müssen. Es seien zudem verbotene Parolen gerufen und Pyrotechnik gezündet worden, teilte die Polizei mit. Die Versammlung wurde daher gegen 22.30 Uhr aufgelöst.

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Insgesamt wurden 25 Personen festgenommen – unter anderem wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung. Außerdem stellten Einsatzkräfte Pyrotechnik, Spraydosen und einen Nothammer sicher.

Teilnehmer der Demonstration waren teilweise vermummt.
Teilnehmer der Demonstration waren teilweise vermummt.© Carsten Koall/dpa | Carsten Koall

Vor der Auflösung sei die Demonstration mehrfach angehalten worden. Zur Begründung nannte die Polizei Angriffe auf Einsatzkräfte und die Verwendung von Pyrotechnik. Einige Demonstrationsteilnehmer hätten sich zudem vermummt – teils war es daher nicht möglich, die Menschen zu identifizieren, die verbotene Parolen gerufen haben sollen. 

An dem Protest nahmen nach Angaben der Polizei in der Spitze rund 1000 Menschen teil, im Einsatz waren demnach rund 500 Beamtinnen und Beamte.

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Anti-Polizei-Demo in Berlin: Böller- und Flaschenwürfe auf Einsatzkräfte

Die Demo startete kurz vor 20 Uhr am Helsingforser Platz und zog unter anderem durch die Marchlewskistraße und die Rigaer Straße. Enden sollte der Aufzug in der Warschauer Straße. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl am Start zunächst auf etwa 200 Personen. Laut eines Polizeisprechers verzeichne man aber einen weiteren Zulauf. Schon bald nach Beginn des Aufzugs sei es zu Angriffen auf Einsatzkräfte, Böller- und Flaschenwürfen gekommen. Zudem sei Pyrotechnik gezündet worden.

Teilnehmer der Demonstration zündeten Pyrotechnik.
Teilnehmer der Demonstration zündeten Pyrotechnik.© Carsten Koall/dpa | Carsten Koall

Nach Lautsprecherdurchsagen habe sich die Lage kurzzeitig beruhigt. Im späteren Verlauf seien dann jedoch weiterhin strafbare Parolen gerufen worden, so die Polizei. Unter anderem seien zudem PET-Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen worden, sagte Halweg. „Wir haben Lautsprecherdurchsagen durchgeführt und die Versammlungsleitung noch mal aufgefordert, auf ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzuwirken“, sagte der Polizeisprecher.

Gewerkschaft der Polizei: Teile der Politik tragen zur Eskalation bei

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigte sich entsetzt über die „unbändige Gewalt“, mit der die Beamten konfrontiert waren. „Wir wünschen unseren verletzten Kollegen alles Gute“, erklärte GdP-Sprecher Benjamin Jendro. Die Demo sei von Beginn an von klaren Diffamierungen und Hassparolen durchzogen gewesen.

„Das Schlimme ist, dass es wieder einmal abzusehen war und Teile der Politik mit ihren Äußerungen auch noch zur Eskalation beitragen.“ Bei solcher Rückendeckung könne sich keiner wundern, „dass die Versammlungsfreiheit in der Hauptstadt immer wieder für solche Exzesse missbraucht wird und Gewalttäter vermummt aus der Masse heraus Pyrotechnik und Gegenstände auf Menschen werfen.“

dpa/AG