Das Sicherheitsgefühl im Kurfürstenkiez in Berlin-Schöneberg soll gestärkt werden. Dafür testet der Bezirk zusammen mit der Senatsverwaltung für Inneres ab dem ersten Quartal 2026 eine Notrufsäule. Diese soll im Rahmen eines Pilotprojekts an der Bülowstraße Ecke Frobenstraße aufgestellt werden. Die Rechtsgrundlage schuf der Senat mit der Novellierung des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes Berlin (ASOG). Zunächst berichteten die „B.Z.“ und der RBB.

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„Der Standort wurde aufgrund der Kriminalitätsbelastung und der dynamischen sozialen Struktur des Kiezes ausgewählt“, erklärte Johann Fenster, Sprecher des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg, dem Sender. Neben der Straßenprostitution ringe der Kiez auch mit Drogenhandel und anderen „sicherheitsrelevanten Herausforderungen“.

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Sexarbeitende, queere Menschen, aber auch Anwohner könnten über die Notrufsäule unkompliziert Hilfe rufen. Das funktioniert folgendermaßen: Sobald eine Person den Notruf auslöst, überträgt die Anlage in Echtzeit Video- und Tonaufnahmen. Auch das Umfeld kann ausgeleuchtet werden.

Notrufsäule in Schöneberg: Projekt könnte ausgeweitet werden

Der Bezirkssprecher hebt noch einen weiteren Vorteil hervor. Er sagte, dass in akuten Stress- oder Angstsituationen Menschen zu überfordert sein könnten, um über ihr Handy den Notruf zu wählen. Die Säule schaffe dann einen leicht erreichbaren, direkten Draht zu Polizei und Rettungsdiensten. Sollte die Notrufsäule überzeugen, könnten weitere Standorte im Bezirk infrage kommen, vor allem besonders belastete Kieze oder belebte Verkehrsknotenpunkte.