Zum Artikel „Eine Million Bäume sind illusorisch“ vom 15. November
Gerade einmal 33.000 Unterschriften haben ausgereicht, um ein hasenfüßiges Abgeordnetenhaus zur Verabschiedung des milliardenteuren Baumgesetzes zu treiben. Wieviel marode Schulen könnten stattdessen mit dieser Summe saniert werden? Um wieviel besser wäre das Geld für die Stärkung unserer Kitas angelegt? Der Klima-Effekt des Baumgesetzes dürfte gegen Null tendieren. Sicher wird nur eins sein: die Schaffung überflüssiger Planstellen für all die Baumbeauftragten, die dieses planwirtschaftliche Vorhaben auf ewig am Leben erhalten werden. Warum traute man uns Wählern nicht zu, über dieses irrsinnige Vorhaben in einem Volksentscheid abzustimmen?
Klaus Hanfland, per E-Mail
Zum Artikel „Merz unter Druck: Rentenreform in Gefahr vom 17. November
Ein Blick über den Zaun zu Nachbarn zeigt: Unter anderem in den Niederlanden wurde das gesamte Rentensystem längst erfolgreich umgebaut, jetzt von den Menschen „Cappucino-Modell“, formal „Dreisäulenmodell“ genannt. So wurde dort insgesamt eine bessere, d. h. höhere und nachhaltigere Absicherung der Rente erreicht durch: Erstens: staatliche Basisabsicherung der Grundrente. Zweitens: verpflichtende betriebliche Altersvorsorge über branchenspezifische Pensionsfonds, die am Aktienmarkt angelegt sind. Und drittens: freiwillige private Rentenvorsorge, die durch den Staat finanziell gefördert wird. Dabei ist z. B. interessant, dass die in den Niederlanden seither geltende Mindestrente gleichzeitig als soziales Sicherheitsnetz funktioniert. Der dringend notwendige und grundlegende Umbau der Rentenversicherung in Deutschland müsste spätestens zum 1. Januar 2029 erfolgen und nicht wie derzeit propagiert, „erst irgendwann nach dem Jahr 2031.“
Jusef Draxinger, per E-Mail
Angesichts der unbestreitbaren demografischen und finanziellen Realitäten erfordern die dargelegten Reformvorschläge zur Sicherung der gesetzlichen Rente eine unverzügliche und resolute politische Umsetzung. Es besteht kein Spielraum für Verzögerungen oder politisch motiviertes Zaudern. Die Ernsthaftigkeit der Lage gebietet sofortiges Handeln, um einen drohenden finanziellen Kollaps des Rentensystems abzuwenden. Die politische Führung, namentlich auch Herr Merz und die CDU, ist jetzt in der Pflicht, die notwendigen, wenn auch unpopulären Schritte zur Anpassung des Renteneintrittsalters und zur Einbeziehung weiterer Beitragszahler einzuleiten. Diese Aufgabe duldet keinen Aufschub.
Jörg Groh, per E-Mail
Zum Artikel „Schockierender Anstieg der Jugendkriminalität vom 13. November
Der Anstieg von Kriminalität bei Jugendlichen hat für mich mit Social Media und dem freien, unregulierten Zugang für Kinder und Jugendliche zu tun. Ungefiltert sind die noch empfindlichen Psychen brutalsten Clips, Gewaltpornos, Hass, Ausgrenzung, Radikalisierung und noch vielem mehr ausgeliefert. Das kann nur zur Verrohung und Abstumpfung führen. Es wird höchste Zeit, dass dieses gefährliche Medium reguliert wird. Es ist mehr als fahrlässig, dass der Staat, der sonst so vieles reguliert, hier keinerlei psychischen Schutz gewährleistet, Eltern und Lehrer mit diesem Problem allein lässt. Medienbildung reicht nicht aus; Regeln würde Klarheit schaffen. Petra Peters, per E-Mail
Zum Artikel „SPD-Spitzenkandidat Krach möchte von Paris lernen“ vom 15. November
Es ist ja sehr schön, dass Herr Krach von Paris lernen möchte, besser aber wäre, wenn er die Berliner fragen würde, ob sie aus ihrem Berlin ein Paris machen wollen. Es müsste natürlich eine wirklich repräsentative Umfrage sein – nicht nur in Kreuzberg oder Neukölln. Die Berliner, speziell die SPD-Wähler, treiben ganz andere Probleme in dieser Stadt um. Bezahlbarer Wohnraum, dass sie auch weiterhin ihr Auto benutzen können, um zum Arzt und zur Arbeit oder zum Baumarkt fahren zu können. Weiterhin brauchen wir keine Politiker, welche das Clan-Problem mit Migrationshintergrund leugnen und versuchen, unter den Teppich zu kehren. Vielleicht sieht die SPD dort ihr zukünftiges Wählerpotential?
Hans Salm, per E-Mail
Zum Artikel „Menschen verzweifeln an unserer Demokratie“ vom 15. November
Es wundert mich, dass immer wieder die Angleichung der Kindererziehungszeiten (“Mütterrente“) kritisiert wird. Obwohl es einfach eine Frage der Gerechtigkeit ist, dass alle die gleichen drei Rentenpunkte bekommen. Gerade die Mütter der vor 1992 geborenen Kinder, denn da gab es noch keine Ganztagsschulen, keine Mensa, kein Essen in der Schule. Also lag die Erziehungsarbeit viel mehr bei den Müttern als heute. Und trotzdem erhalten sie nur 2,5 Rentenpunkte. Das macht heute ca. 20 Euro im Monat aus. Das ist nun keine gewaltige Differenz, aber für die oftmals sehr niedrigen Renten gerade dieser Mütter macht es eben doch etwas aus – vor allem die längst fällige Anerkennung.
Regina Rother, per E-Mail


