Das Magazin „Glamour“ hat am Freitagabend zum dritten Mal den „Women of the Year“-Award verliehen. Unter dem Motto „Sisterhood“ ehrte das Magazin sieben Frauen, die mit ihrem Einsatz und ihrer öffentlichen Wirkung deutliche Zeichen setzen. Die Berliner Morgenpost war im Ritz-Carlton in Berlin dabei und konnte mit mehreren Preisträgerinnen sprechen.

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Zur „Musician of the Year“ wurde Sängerin Leony gekürt. Mit ausverkauften Konzerten und mehreren Chart-Hits hat die 28-Jährige in kürzester Zeit den Durchbruch geschafft – und weiß, wie viel Widerstandskraft es dafür braucht. Jungen Mädchen rät sie, „sich mit guten Leuten zu umgeben, die einen gut fühlen lassen“. Selbstliebe spiele für sie eine zentrale Rolle, nur so könnten Hate-Kommentare an ihr abprallen, „weil ich weiß, wer ich bin, was ich kann – aber auch, was ich nicht kann“. Was sie kann, zeigte sie bei der Preisverleihung mit einer intimen Klavier-Performance der Songs „Remedy“, „By Your Side“ und „Simple Life“.

Weitere Auszeichnungen gingen an:
- Ruby O. Fee („Rising Actor“) für ihren internationalen Erfolg und ihren Einsatz für mehr Sisterhood am Set
- Badmómzjay („Gamechangerin“), die sich laut und kompromisslos für mentale Gesundheit, Frauenrechte und die queere Community einsetzt
- Sara und Yusra Mardini („Human Rights Activists“) für ihren Mut und ihr Engagement für Geflüchtete
- Philippine Leroy-Beaulieu („Empowerment Award“) für ihre inspirierende Karriere und ihren Appell an junge Frauen, mutiger zu sein
- Madelyn Cline („Next Gen Icon“), die als Gesicht der Gen Z für Empowerment und Zusammenhalt in Hollywood steht
Zur unangefochtenen Frau des Abends wurde Heidi Klum, die den „Global Icon“-Award entgegennahm. Besucherinnen des Events schilderten der Morgenpost, weshalb die „Germany’s Next Topmodel“-Chefin für sie die Frau des Jahres ist. Leichtathletin Alica Schmidt betont: „Sie hat so viel erreicht und ein unfassbares Durchhaltevermögen. Sie ist nicht nur in Deutschland erfolgreich, sondern international – ein echter Superstar und wirklich beeindruckend.“ Auch Moderatorin und Model Rebecca Mir schließt sich an: „Heidi ist nicht nur meine Frau des Jahres, sondern auch ein großes Vorbild für mich.“

Heidi Klum: Die wichtigste Frau in ihrem Leben ist ihre Mutter
Eines wurde an diesem Abend im Ritz-Carlton besonders deutlich: Für viele Frauen bleibt ihre größte Inspiration weiterhin die eigene Mutter. Influencerin und Podcasterin Laura Abla verrät: „Meine Frau des Jahres, eigentlich meine Frau des Lebens, wird immer meine Mutter bleiben – ohne sie wäre ich nicht ich.“ Auch Preisträgerin Leony schwärmt von der Frau, die sie großgezogen hat: „Meine Frau des Jahres ist immer die gleiche, seit 28 Jahren: meine Mama.“ Sie sei nicht nur „die liebevollste, herzensbeste Frau, die es gibt“, sondern habe sie auch zu der Frau gemacht, die sie heute ist, und ihr „so viel Selbstwert beigebracht.“ Auch für Leni Klum ist Mama Heidi die Nummer Eins.
Und wer ist Heidis Frau des Jahres? „Meine Mutter natürlich!“, verrät die 52-Jährige der Morgenpost. „Sie war gestern noch mit mir beim Bambi. Sie ist 81 Jahre alt und steckt so voller Power – sie ist lustig, nimmt sich selbst auf die Schippe, und ich finde, das sollten wir alle öfter tun.“ Man könne nicht immer alles so ernst nehmen, sagt die gebürtige Bergisch Gladbacherin. „Meine Mutter lacht über sich selbst, hat immer noch Spaß am Leben – und das mit 81.“
Spaß zu haben sei entscheidend, betont der Weltstar: „Wir leben nur einmal, deshalb sollten wir uns nicht so viele Sorgen machen.“ Natürlich seien Sorgen nicht völlig vermeidbar, doch gerade beim Blick in den Spiegel würden viele zu streng mit sich sein: „Wenn man sich so anguckt, zum Beispiel, viele sind nur am Rummeckern über sich selbst – man sollte alles einfach mal ein bisschen lockerer sehen.“

Rührende Worte von Tochter Leni an Heidi Klum
Ganz so locker blieb dann aber auch Heidi nicht, als ihre Tochter Leni überraschend die Laudatio für sie hielt. Das Model zeigte sich sichtlich gerührt von den Worten ihrer Tochter. „Als ich aufgewachsen bin, konnte ich sie dabei beobachten, wie sie durch die Welt geht, immer mit Humor, mit Güte und einem Lächeln, das jeden Tag verschönern kann“, so Leni. Ihre Mutter habe ihr nicht nur vermittelt, dass Stärke bedeutet, zu wissen, wer man ist, sondern auch, dass Freundlichkeit zusätzlich Kraft verleiht. „Dass man nicht die ganze Zeit glamourös, lustig oder perfekt sein muss.“
Am Ende des Abends bringt die „Global Icon“ Heidi Klum das Motto des Abends prägnant auf den Punkt: „Eine Frau allein ist stark. Viele Frauen gemeinsam sind unaufhaltsam.“ Wahre Stärke entstehe erst dann, wenn Frauen einander unterstützen.




