Der Berliner Abgeordnete Timur Husein (CDU) steht nach einem Beitrag beim Online-Dienst X heftig in der Kritik. Der Politiker schrieb am Dienstag: „LINKE-Bürgermeisterkandidatin @ElifEralpBerlin will, dass alle illegalen Sinti & Roma (Zigeuner) aus dem Ausland in Deutschland bleiben dürfen (so im Neuen Deutschland). Neuer Pull-Faktor für weitere illegale Zuwanderung! Um das zu verhindern, am 20.9.2026 CDU wählen!“

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Dem CDU-Mann wird Rassismus, Antiziganismus und der Gebrauch von NS-Vokabular vorgeworfen, weil er das Wort Zigeuner verwendet. Ein Nutzer kommentierte auf X: „Kann es sein, dass Du Rassist bist @TimurHusein? Warum nutzt Du abwertende Begriffe, die bereits von Nazis genutzt wurden?“ Oder: „Sie sind Sprecher für Antisemitismusbekämpfung und reden so über eine weitere Opfergruppe des Holocaust?“

Darauf antwortete Husein u.a.: „Es ist falsch anzunehmen, dass man Antiziganist ist oder Antiziganismus betreibt, weil man das Wort Zigeuner benutzt. Dann müsste man ja nur das Wort verbieten und schon wäre alles supi. Antiziganisten und Antisemiten muss man mit einem starken Rechtsstaat bekämpfen.“

Timur Husein kontert auch Grünen-Politiker

Auch aus der Politik erntet Husein für seine Wortwahl Kritik. Vasili Franco von den Grünen schrieb auf der Plattform Bluesky: „Er schürt gerne Verschwörungserzählungen, hat kein Problem mit NS-Vokabular und träumt von Massenabschiebungen.“

Darauf antwortete Husein: „Das ist der GRÜNE-Abgeordnete @VasiFranco Andere Meinungen sind für ihn gleich NAZI. Wie falsch & ermüdend & typisch linksgrün & erfolglos mittlerweile. Aber jetzt wissen wir: GRÜNE sehen kein Problem darin, Elif Eralp (LINKE) zur Bürgermeisterin zu wählen. Am 20.9.26 CDU wählen!“

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Das ließ Grünen-Politiker Daniel Eliasson nicht so stehen und schrieb: „Du bist eine Schande für das Berliner Abgeordnetenhaus. Sinti und Roma wurden im Porajmos massenhaft ermordet und du wertest sie mit deiner widerlichen Sprache ab.“ Das Wort Porajmos bezeichnet den Völkermord durch das deutsche NS-Regime an den europäischen Sinti und Roma. Die Zahl der Opfer ist nicht genau bekannt, sie soll aber sechsstellig sein.