Wer muss das Laub beseitigen?
Wohnen Sie in einer ruhigen Seitenstraße oder am Stadtrand, in einer sogenannten C-Straße? Hier müssen die Anlieger selbst das Laub sammeln und beseitigen. Denn feuchtes Laub ist eine Rutschfalle, warnt die Berliner Stadtreinigung (BSR). Ältere Menschen, aber auch E-Rollerfahrer und Radfahrer, sind besonders gefährdet. Bei Unfällen auf nicht geräumtem Laub haftet unter bestimmten Umständen der Anwohner. C-Straßen sind Straßen, die nicht oder nicht genügend ausgebaut sind. Eine Übersicht über die C-Straßen in den jeweiligen Berliner Bezirken findet sich im Straßenreinigungsverzeichnis.

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Die BSR kümmert sich um das Laub auf allen normal ausgebauten und befahrenen Straßen, inklusive den Rad- und Gehwegen, Parks und öffentlichen Plätzen.
Wer haftet bei Unfällen auf nassem Laub?
Bei Unfällen auf Laub ist grundsätzlich der für die Beseitigung zuständige Mieter oder Grundstückseigentümer oder Mieter haftbar, wenn dieser die Räumpflicht verletzt hat. Fußgänger und Radfahrer müssen aber auch selbst auf rutschiges Laub achten. Denn durch Unachtsamkeit ist ein Mitverschulden möglich, erklärt der Bundesverband der Versicherer. Muss der Unfallverursacher haften, kann dessen Haftpflichtversicherung die Schäden übernehmen.
Wer ist für Laub in den Parks zuständig?
Für das Räumen des Laubs in den Berliner Parks und Grünanlagen ist das jeweilige Bezirksamt und zum Teil auch die BSR zuständig.
Wie sammelt die BSR das Laub ein?
Die BSR-Mitarbeitenden fegen das Laub von den Geh- und Radwegen sowie von den Parkbuchten auf die Fahrbahn, wo es von Kehrmaschinen umgehend aufgenommen wird. Dazu werden vorübergehend auch Halteverbote aufgestellt. Größere Laubansammlungen auf Radwegen sollten so vermieden werden. Dabei kommen etwa 100 Laubsauger sowie Hunderte Besen und Rechen zum Einsatz. „Die Zahl der elektrisch betriebenen BSR-Laubbläser ist im Laufe der vergangenen Jahre deutlich erhöht worden.“, erklärt die BSR. Diese sollen deutlich leiser arbeiten als die Laubbläser mit lauten Motoren.
Warum müssen die nervigen Laubbläser eingesetzt werden?
Die BSR setzt Laubbläser nach eigenen Angaben hauptsächlich auf versiegelten Flächen ein, zum Beispiel auf Gehwegen. Das ist sinnvoll, damit Passanten nicht ausrutschen und sich verletzten. Laubbläser werden aber auch auf Grünstreifen eingesetzt, um Verwehungen auf Gehwege zu vermeiden. Wo keine Laubverwehungen drohen, lässt die BSR das Laub in der Regel liegen, damit sich Kompost und Humus bilden kann, zum Beispiel unter Sträuchern und Büschen.
Wohin gehört das gesammelte Laub?
Laut der BSR kann es in kleinen Mengen in die Biogut-Tonne gefüllt werden, oder in eine spezielle Laub- und Garten-Tonne, die bei der BSR bestellt und die von ihr regelmäßig abgeholt wird. In die Gartentonne gehören auch Rasen- und Heckenschnitt. Die Tonne ist 660 Liter groß, sie kann während der Gartensaison gebucht werden und wird dann alle 14 Tage von der BSR geleert.
Auch auf den 14 Recyclinghöfen der BSR kann Laub in Säcken abgeben werden. Dazu kann man auf den Recyclinghöfen für fünf Euro pro Stück spezielle Laubsäcke kaufen. Maximal 25 Kilo Laub dürfen in einen Sack. Die BSR nimmt dann auf den Höfen maximal fünf volle Laubsäcke an. Sind die Laubsäcke korrekt befüllt, gibt es zwei Euro pro Sack von der BSR zurück.

Kann ich Laub aus dem Garten auf die Straße kehren?
Nein, Laub aus dem Garten gehört nicht auf die Straße. Wer dabei erwischt wird, begeht laut der BSR eine Ordnungswidrigkeit und riskiert eine Geldbuße.
Was darf in den Laubsack der BSR?
Nicht nur Laub, sondern auch Tannennadeln, Gartenabfälle wie zum Beispiel Grün-, Baum- und Strauchschnitt, Rindenmulch und Unkräuter, Blumen- und Pflanzenreste sowie Reisig.
Ich will mein Laub nicht selbst entsorgen. Wird es auch abgeholt?
Laub kann man entweder in den Laubsäcken der BSR selbst zu einem der 14 Recyclinghöfe fahren oder in den Laubsäcken an den Straßenrand stellen und zur kostenlosen Abholung anmelden (BSR Service Center: Tel. 030/7592-4900). Fremde Säcke mit Laub nimmt die BSR dabei allerdings nicht mit.
Wozu kann ich Laub im Garten verwenden?
Herbstlaub im Garten kann sehr nützlich sein. Es ernährt im Winter zum Beispiel Regenwürmer, die den Boden auflockern, und auch andere Insekten und Tiere. Zurück bleibt wertvoller Humus, mit dem sich im Frühjahr der Garten düngen lässt. Die BSR rät: Wer genug Platz hat, kann das Laub in einer Ecke des Gartens zu einem Haufen zusammenkehren. Mit ein paar Stöcken und Reisig wird dieser Haufen zu einem sicheren Winterlager für die geschützten Igel.
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Worauf muss ich bei Laub im Garten achten?
Die BSR warnt vor giftigen und exotischen Pflanzen wie zum Beispiel dem Kirschlorbeer. Dieser ist nicht nur giftig, sondern auch im Berliner Ökosystem fremd. Das heißt, dass Insekten und Mikroorganismen ihn hier nicht zersetzen können. Vorsicht auch bei Schädlingen wie der Miniermotte. Damit befallenes Laub gehört nicht auf Kompost. Es sollte besser in Säcken über die Recyclinghöfe entsorgt werden, rät die BSR.
Wieviel Laub sammeln die BSR insgesamt in der Hauptstadt?
Pro Herbstsaison fallen laut BSR durchschnittlich rund 36.000 Tonnen Laub von den über 400.000 Bäumen an öffentlichen Straßen an. Das entspricht dem Gewicht von rund 6200 afrikanischen Elefanten. Rund 2300 Einsatzkräfte mit 550 Fahrzeugen kümmern sich um diese Aufgabe. Das gesammelte Laub aus Berlin fährt die BSR zu speziellen Großkompostieranlagen in Brandenburg, dort wird es zu hochwertiger Komposterde verarbeitet.
Wie oft sammelt die BSR Laub ein?
Laut eigenen Angaben führt die BSR ihre „Laubbeseitigungsmaßnahmen im öffentlichen Straßenland“ mehrmals pro Herbstsaison durch, weil natürlich auch immer wieder neues Laub nachfällt. Währenddessen läuft die normale Straßenreinigung weiter. Fällt aber Schnee auf das Laub oder vereist es, hat der Winterdienst erstmal Vorrang vor der Entfernung des Straßenlaubes, so lange bis Schnee und Eis geräumt sind. Die BSR hat ihren Laubeinsatz Anfang Oktober begonnen. Das Ende hängt davon ab, ob und wie lange der Laubeinsatz zugunsten des Winterdienstes unterbrochen werden muss, teilte die BSR auf Anfrage mit.





