Der Kladower Christkindlmarkt auf dem Imchenplatz in der Nähe des Hafens gehört zu den kleinen, aber feinen Weihnachtsmärkten in der Stadt. Die Tradition reicht bis 1987 zurück, als die Kladower Dorf-Union, ein Verein von Ehrenamtlichen, den Markt zum ersten Mal organisierte. Über die Jahre ist er nicht nur zur beliebten Anlaufstelle für Anwohner, sondern auch zum Geheimtipp für viele andere Berliner geworden, die zum Teil auch eine längere Anreise in Kauf nehmen, um sich in Kladow in Weihnachtsstimmung zu bringen.

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Wie der „Tagesspiegel“ nun berichtet, findet der Christkindlmarkt dieses Jahr aber zum letzten Mal statt. Auch auf der Seite des Stadtteilzentrums Kladow ist zu lesen, dass die Tradition nicht mehr fortgesetzt wird. Oliver Jonas, Vorsitzender der Kladower Dorf-Union, nennt gegenüber dem „Tagesspiegel“ gleich mehrere Gründe für das Aus. Es sei „zu kompliziert und zu viel Bürokratie“, klagt Jonas – ein Problem, das in Deutschland allgegenwärtig ist.

Konkret führt Jonas an, dass die Marktstände aufgrund steigender Kosten nicht mehr finanzierbar seien. Selbst die beliebten Schafe auf dem Weihnachtsmarkt seien aus Gründen des Tierschutzes nicht länger erlaubt. Auch das Material für den Weihnachtsmarkt könne nicht mehr in den Kladower Kasernen der Bundeswehr gelagert werden, denn diese brauche den Platz nun selbst. Eine Verkleinerung oder Verlegung des Marktes schließt der Verein ebenfalls aus. Ob es irgendwann doch weitergehen wird, steht vorerst in den Sternen.

So dürfte es am 6. und 7. Dezember, wenn der Christkindelmarkt zum letzten Mal stattfindet, also noch einmal richtig voll werden. Geöffnet ist jeweils von 12 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.