Der Rundweg ist schon mit 800 Erdspießen und Kordeln abgesteckt, die Hütten für Glühwein und Ofenkartoffeln stehen. Jetzt kommt die Feinarbeit im Botanischen Garten: Millionen von Lichter zum Leuchten zu bringen, die verschiedene Welten erschaffen. So wird sich zum Beispiel in diesem Jahr der 80 Meter lange Pergolagang in den längsten Lichtertunnel verwandeln, der jemals in einem „Christmas Garden“ gezeigt wurde. Gerade sind die Techniker noch dabei, auf dem Dach der Pergola die Lichterketten für den Himmel zu befestigen.
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Aufbau für den neunten Christmas Garden läuft seit zwei Wochen
Seit der letzten Oktoberwoche laufen die Aufbauarbeiten im Botanischen Garten für das traditionelle Weihnachtsevent „Christmas Garden“. Vom 19. November bis zum 11. Januar 2026 sind auf einem etwa zwei Kilometer langen Trail mehr als 30 Lichtinstallationen zu erleben. 2016 wurde das Winterspektakel nicht nur erstmals im Botanischen Garten, sondern überhaupt das allererste Mal veranstaltet. Berlin ist somit der Christmas-Garden-Gründungsort. Nächstes Jahr soll das zehnjährige Bestehen gefeiert werden. Das Jubiläumsfest sei jetzt schon in Vorbereitung, sagt Nina Grieb von der Projektleitung.

Doch wie jedes Jahr wird auch dieser neunte Christmas Garden eine besondere Show werden. Der Rundweg führt über neue Wege und zu Lichtinstallationen und Skulpturen, die hier noch nie zu sehen waren. Stammgäste wissen, dass zwar beleuchtete Sterne, Geschenke und Weihnachtsmänner am Wegesrand immer dazugehören, aber dazwischen viele Entdeckungen zu machen sind. Bei der Gestaltung des Trails hat das Kreativteam der Christmas Garden Deutschland GmbH eine Vielfalt an audiovisuellen Lichtkunst-Highlights arrangiert und im Botanischen Garten inszeniert.

Neben dem Lichtertunnel im Pergolagang erwarten die Besucherinnen und Besucher noch zwei weitere Installationen, die herausstechen. Dazu gehört eine Deutschlandpremiere, bei der jeder selbst aktiv werden kann oder muss. Denn ohne Fleiß kein Licht. Wenn die Gäste an einer Handkurbel drehen, erzeugen sie Strom. Belohnt werden sie mit einer dynamischen Lichtinszenierung, die fast fünf Meter hohe Leuchtkugeln aktiviert. Je schneller sie kurbeln, desto höher klettern die Lichter.

Auch das Lichtermeer hat in diesem Jahr herausragende Ausmaße zu bieten: Es ist das größte „Field of Lights“, das jemals in einem Christmas Garden gezeigt wurde. Es erstreckt sich über vier geteilte Wiesenhänge und ist insgesamt 3000 Quadratmeter groß. „Das ist schon eine richtige Landschaft, in anderen Gärten ist diese Installation zwischen 400 und 800 Quadratmeter groß“, erläutert Fabian Wehr, der sich um die Technik kümmert. Der Christmas Garden ist mittlerweile in mehreren deutschen Städten und europäischen Ländern zu erleben. In Berlin ist die Lichtershow gleich zweimal zu sehen. Zwei Tage nach dem Botanischen Garten wird sie im Tierpark eröffnet, wo es auch eine Eisbahn gibt.
Alle Kabel müssen wetterfest installiert werden
Damit alles im Botanischen Garten leuchten kann, werden 100 Tonnen Kabel verlegt, die 2,5 Lkw füllen. „Die Herausforderung ist, alle Kabel und Stromverteiler wetterfest zu installieren“, sagt der Techniker. Dafür werden zum Beispiel die Steckdosen hochgebunden. Denn auch bei einem Grad und Regen muss alles funktionieren. Dazu kommen acht Kilometer an Lautsprecherleitungen und ein eigener Soundplan für die Beschallung.
Auf dem Rundgang erwarten die Besucher noch weitere beeindruckende Installationen. Wie zum Beispiel der Regenbogenbaum, eine stattliche Kanadische Schwarzpappel, die synchron zur Musik von Sounddesigner Burkhard Fincke in bunten tanzenden Lichtlinien erstrahlt. Die letzten Lichtpunkte sind 23 Meter hoch. Fast am Ende des Trails erleben die Besucher noch eine Wassershow. Dafür wurden drei 1,2 Tonnen schwere Elemente mit einem Kran mitten auf den See gehoben. Von einer Plattform aus ist eine Weihnachtsgeschichte zu erleben, die Licht- und Wassereffekte kombiniert.
So schön ist die Lichterpracht im Berliner Christmas Garden
Kleines Weihnachtsdorf vor dem Großen Tropenhaus
Vor dem Großen Tropenhaus, das natürlich auch wieder mit einer Videoprojektion bespielt wird, ist ein kleines gastronomisches Weihnachtsdorf aufgebaut. Dort dreht sich wieder das nostalgische Karussell. An den Buden gibt es dieses Jahr erstmals leuchtende Zuckerwatte. Neu ist auch ein Fotoautomat, an dem Erinnerungsbilder gemacht werden können. Kostenlose Bollerwagen für die kleinsten Gäste stehen bereit, auf die Kinder wartet auch wieder ein Weihnachtsrätsel-Rallye und der Wishing Tree.
„Der Weihnachtsspaziergang im Christmas Garden Berlin gehört inzwischen für viele zur Tradition – mit seinen leuchtenden Landschaften und immer wieder neuen Inszenierungen der Natur“, erklärt Professor Thomas Borsch, Direktor Botanischer Garten Berlin. Genau wie im Winter der Garten zur Ruhe komme – so wünsche er den Gästen auch in diesem Jahr ein friedliches und entschleunigtes Beisammensein im Botanischen Garten Berlin.

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Christmas Garden im Botanischen Garten: 19. November bis zum 11. Januar 2026, Karten gibt es auf christmas-garden.de/berlin sowie auf myticket.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Tickets sind ab 16,90 Euro erhältlich. Weitere Informationen auf christmas-garden.de/berlin

















