• Zwar nicht in Berlin, aber im Umland kann man seinen Weihnachtsbaum selbst schlagen
  • Viele Händler bieten außerdem kleine Weihnachtsmärkte an
  • Die Adressen im Überblick

Ein geschmückter Weihnachtsbaum im Wohnzimmer – für die meisten Familien ist das unverzichtbar. Rund 30 Millionen Bäume fanden im vergangenen Jahr rund um Weihnachten in Deutschland den Weg in die Wohnungen der Menschen. Doch während die meisten ihren Baum schlicht beim Händler oder im Baumarkt kaufen, entdecken immer eine besondere Alternative: den Weihnachtsbaum selbst schlagen.

Weihnachtsbäume: Weniger nachhaltig als gedacht

Der klassische Weihnachtsbaum hat eine überraschend schlechte Ökobilanz: Die Bäume werden gefällt, stehen drei bis vier Wochen in der Wohnung und landen dann auf dem Kompost. Nachhaltig ist das nicht – zumal Bäume sogar aus Nachbarländern importiert werden.

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Laut der Umweltorganisation Robin Wood stammen nur etwa 15 Prozent der Bäume von Waldbetrieben – die meisten wachsen auf Sondernutzungsflächen wie Hochspannungstrassen oder Gas-Pipelines – also dort, wo langfristig ohnehin kein Wald wachsen kann. Eine bessere Alternative sind dennoch Biotannen: Diese nachhaltigen Bäume wachsen ohne Pestizide, Dünger oder Wachstumsregulatoren und belasten die Umwelt deutlich weniger. Ebenfalls eine oft nachhaltige Möglichkeit: ein selbst geschlagener Weihnachtsbaum aus der Region.

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Warum Weihnachtsbaum selber schlagen? Die Vorteile

Selbst geschlagene Bäume sind deutlich frischer als vorgeschnittene Exemplare aus dem Handel. Sie verbringen weniger Zeit gefällt und abgepackt in Netzen und behalten ihre Nadeln länger. Außerdem müssen sie nicht weit transportiert werden.

Hinzu kommt die bessere Auswahl in entspannter, vorweihnachtlicher Atmosphäre – ein gemeinsames Erlebnis, das zur Familientradition werden kann. Gleichzeitig unterstützen Sie damit regionale Forstbetriebe.

Wichtig: Das eigenmächtige Fällen von Bäumen im Wald ist verboten und kann Strafen nach sich ziehen. Nutzen Sie stattdessen die zahlreichen offiziellen Weihnachtsbaumplantagen rund um Berlin.

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Die Kosten für einen selbst geschlagenen Weihnachtsbaum variieren je nach Standort und Baumart, liegen aber meist zwischen 10 und 25 Euro pro Meter. Die meisten Plantagen bieten Nordmanntannen, Blaufichten und klassische Fichten an. Eine eigene Säge müssen Sie in der Regel nicht mitbringen – viele Plantagen stellen Werkzeug zur Verfügung oder verleihen es vor Ort. Informieren Sie sich am besten vorab. Die Saison beginnt meist Ende November und endet kurz vor Weihnachten. Da Wochenenden besonders beliebt sind, empfiehlt es sich, früh am Tag oder unter der Woche zu kommen.

Hier ist eine Auswahl an Orten, an denen man seinen Weihnachtsbaum selbst schlagen kann:

Märchenwald von Bauer Nietsch

  • Adresse: Seeweg 3, 16356 Werneuchen
  • Öffnungszeiten: von 30. November bis 23. Dezember, täglich ab 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit

Werderaner Tannenhof

  • Adresse: Lehniner Chaussee 19, 14542 Werder
  • Öffnungszeiten: 7. November bis 23. Dezember, täglich 9 bis 19 Uhr (an Wochenenden und Feiertagen ab 10 Uhr)

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Gärtnerei G. Schubert

  • Adresse: Mühlenbergweg 9, 16230 Sydower Fließ
  • Öffnungszeiten: 22. November bis 23. Dezember, 9 bis 16 Uhr

Weihnachtsbaumwald Mellensee

  • Adresse: Mokeweg (ab Hauptstraße 800 m geradeaus), 15838 Am Mellensee
  • Öffnungszeiten: Voraussichtlich ab Ende November „von hell bis dunkel“, letzter Einlass um 16 Uhr

Krämerwaldhof Köher in Oberkrämer

  • Adresse: Am Krämerwald 13, 16727 Oberkrämer
  • Öffnungszeiten: Mehrere Termine im Dezember, nur mit Voranmeldung