Liebe Leserin, lieber Leser,
fast 150.000 Euro – für nichts. So viel hat der Kiezblock-Stopp in Mitte gekostet. Erst plant der Bezirk, dann stoppt die Verkehrssenatorin, und am Ende darf der Steuerzahler zahlen. Das nennt man in Berlin wohl eine runde Sache: Alle haben etwas zu tun – nur auf der Straße ändert sich nichts.

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Offiziell geht es um Rettungswege, Verkehrsfluss und Poller. Inoffiziell aber reicht offenbar schon ein CDU-Brief aus Mitte, um ganze Projekte zu kippen. Politik nach dem Motto: Ein Schreiben, ein Stopp, ein Schaden. Und während der Verkehr weiter durch die Wohnstraßen rauscht, rauscht beim Bezirksamt das Konto in den Minusbereich.
Bleibt die Frage: Ist das die Steuerverschwendung des Jahres? Vielleicht. Aber wir sind ja erst im Herbst – da ist in Berlin noch viel Zeit für kreative Ausgaben. Was meinen Sie: Hat dieser Kiezblock den Titel „unnötigste Kosten des Jahres“ schon verdient – oder kennen Sie noch ein besseres Beispiel? Schreiben Sie mir!
Lesen Sie hier:
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Ihr Berlin-Tipp
Wo schmeckt der Kaffee am besten? In welchem Kiezversteck gibt es das beste Feierabendbier? Und wo zeigt sich Berlin von seiner schönsten, schrulligsten oder überraschendsten Seite? Alles wichtige Fragen, die Sie nun beantworten können. Der heutige Tipp kommt von Jörg aus Kleinmachnow:
„Im Café Médoc kann man wunderbar abschalten. Ein bisschen versteckt, dafür umso gemütlicher – mit Croissants wie in Frankreich und einer kleinen Terrasse im Grünen. Mein Lieblingsplatz für eine ruhige Kaffeepause.“
Und jetzt sind Sie gefragt: Schreiben Sie mir Ihren ganz speziellen Tipp – ob Lieblingsplatz, Geheimadresse oder Alltagsflucht – an spaeti@morgenpost.de. Ihre Einsendungen stelle ich hier im Newsletter vor.
Jetzt kommt noch Kasupke ...
... der die Brandenburger Geflügelzüchter bedauert:
„Mannomann, det is ja schrecklich mit der Vojeljrippe. Alleene in Brandenburch mussten jestan achzichtausend Enten jetötet wern, heute komm nochma fuffzichtausend Hähnchen dazu. Und allet, damit sich die Pest nich weita ausbreitet. Steht janz schön wat uffm Spiel: Immahin wern inna Mark neun Millionen Stück Jeflüjel jehalten. Ooch die betroffenen Landwirte tun ma von Herzen leid. Ihre Valuste wird die Tierseuchenkasse nich komplett übanehmen. Und unsre schönen Kraniche fallen weita massenhaft tot vom Himmel. Det is’n janz miesa Start inne Wintazeit – nich nur wettatechnisch jesehen.“
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Und damit schließt der Späti für heute. Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie Fragen, Tipps oder Lieblingsorte haben. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.
Herzliche Grüße!
Ihr Pascal Biedenweg
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