Liebe Leserin, lieber Leser,
alle Jahre wieder – nur diesmal hustet das Federvieh mit. In Brandenburg breitet sich die Vogelgrippe unter Wildvögeln aus, in Baden-Württemberg mussten Geflügelhalter Tausende Tiere notkeulen. Was für Züchter und Tierschützer ein trauriger Winter ist, könnte für Verbraucherinnen und Verbraucher ein knapper werden.

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Auch für manche Berlinerinnen und Berliner zählt weniger, wo das Virus zuschlägt, sondern ob im Dezember noch genug Gänse in der Kühltheke liegen. Sicher ist nur eins: Wer überhaupt eine bekommt, kann sie bedenkenlos essen. Das Virus wird beim Braten zuverlässig zerstört. Wer die Gans also ohnehin lieber knusprig als kommunikativ mag, hat außer des Preises nichts zu befürchten. Nur beim Einkauf ist diesmal eine besonders gute Vorausplanung gefragt: Wer zu spät dran ist, schaut in die Röhre – statt in den Ofen.
Also keine Panik: Die Vogelgrippe ist ernst, aber kein Grund, das Festmenü abzublasen. Und wer leer ausgeht, feiert eben berlinisch – mit Eisbein, Sauerkraut und einem Augenzwinkern.
Lesen Sie zum Thema Vogelgrippe:
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Ihr Berlin-Tipp
Wo schmeckt der Kaffee am besten? In welchem Kiezversteck gibt es das beste Feierabendbier? Und wo zeigt sich Berlin von seiner schönsten, schrulligsten oder überraschendsten Seite? Alles wichtige Fragen, die Sie nun beantworten können. Der heutige Tipp kommt von Martina aus Pankow:
„Wer mal richtig durchatmen will: Bei Blankenfelde geht es auf die Arkenberge und auf den höchsten Punkt Berlins. Dort bekommt man einen Blick über Felder bis zur Skyline. Kaum Menschen, nur Wind und Vögel. Am schönsten ist es bei Sonnenuntergang mit Kaffee aus der Thermoskanne.“
Und jetzt sind Sie gefragt: Schreiben Sie mir Ihren ganz speziellen Tipp – ob Lieblingsplatz, Geheimadresse oder Alltagsflucht – an spaeti@morgenpost.de. Ihre Einsendungen stelle ich hier im Newsletter vor.
Jetzt kommt noch Kasupke ...
... der sich um Kraniche und Gänse sorgt:
„Nich nur für uns Menschen is die Jrippe- und leida ooch wieda – die Coronazeit anjebrochen, ooch die Tiere hat‘s bös erwischt: In Brandenburch is die Vogeljrippe ausjebrochen. Und der falln nicht nur die Hühna und Puten in den Zuchtbetrieben zum Opfa, wat ja schon schlimm jenuch is, sondan ooch Wildvögel wie die stolzen Kraniche. Da sind schon mehr als tausend vaendet, die et nich mehr in den Süden jeschafft ham. Schrecklich. Und ooch die Brandenburja Enten Jänse wern von den Viren befalln. Hoffentlich is da nich der Weihnachtsbraten in Jefahr.“
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Und damit schließt der Späti für heute. Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie Fragen, Tipps oder Lieblingsorte haben. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.
Herzliche Grüße!
Ihr Pascal Biedenweg
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