Nach einem Polizeieinsatz wurden die Autobahnen 100 und 113 wieder für den Verkehr freigegeben. Zuvor war der Abschnitt zwischen Stubenrauchstraße und Alboinstraße rund eine Stunde lang in beide Richtungen vollständig gesperrt – eigentlich hätte der Einsatz bis 15 Uhr andauern sollen. Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge wurden Beweismittel im Zusammenhang mit einem Strafverfahren gesucht. Was genau hinter der Polizeiaktion steckte, gaben die Ermittler zunächst nicht bekannt.

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A100 und A113: Was machte die Polizei auf der Stadtautobahn?

Nach Morgenpost-Informationen soll es sich bei der Aktion jedoch um eine gezielte Fahndung gehandelt haben. Demnach habe es einen Spürhundeeinsatz der Polizei gegeben. Über die Hintergründe der Ermittlungsarbeiten auf dem etwa zehn Kilometer langen Gebiet und den Einsatz sogenannter Mantrailer-Hunde hüllten sich die Ermittlungsbehörden in Schweigen. Mantrailer-Hunde sind Personenspürhunde, die trainiert sind, den einzigartigen Individualgeruch eines bestimmten Menschen anhand einer Geruchsprobe zu verfolgen und zu finden. 

Ein Hund schnuppert an etwas, das ihm ein Polizist hinhält.
Ein Diensthundeführer der Polizei lässt einen Mantrailerhund an einer Geruchsprobe schnuppern. (Symbolbild) © dpa | Christoph Reichwein

Wie unsere Redaktion aus Sicherheitskreisen erfuhr, soll es sich bei der Aktion um eine gezielte Fahndung nach den Drahtziehern der Stromausfalls im Südosten der Stadt Anfang September handeln. Damals wurde ein Strommast in Johannisthal von Linksextremisten in Brand gesteckt. Das Ziel der Sabotage-Aktion war eine Behinderung des Technologieparks Adlershof, das Ergebnis war jedoch weit größer: Zehntausende Privathaushalte und auch Krankenhäuser waren tagelang ohne Stromversorgung. Die Berliner Staatsanwaltschaft wollte die Hintergründe des Einsatzes zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht bestätigen.

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Auch am kommenden Wochenende müssen sich Autofahrer auf Einschränkungen auf der Stadtautobahn einstellen. Die A100 soll nämlich von Freitagabend bis Montagmorgen auf einem kurzen Abschnitt in Schöneberg wegen Bauarbeiten gesperrt werden. Wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilte, sind „dringende Instandsetzungsarbeiten“ im Tunnel Innsbrucker Platz nötig. Die A100 wird dafür in Fahrtrichtung Kreuz Schöneberg ab der Anschlussstelle Wexstraße komplett gesperrt. „Der Verkehr wird über den Innsbrucker Platz zurück zur A100 umgeleitet“, teilte die Autobahn GmbH mit. Die Sperrung beginnt am Freitagabend um 20 Uhr und endet planmäßig am Montagmorgen um 5 Uhr.